Die Quellen, insbesondere der Vortrag von Dr. med. Ursula Davatz, beschreiben unterschiedliche Reaktionsmuster von Menschen mit ADHS und ADS auf erlebte Verletzungen.
ADHS-Betroffene:
- Reagieren aufgrund ihrer hohen Sensitivität und emotionalen Reaktivität stark auf Verletzungen.
- Neigen dazu, ihre Verletzlichkeit mit aggressiver Abwehr zu schützen.
- Diese Abwehr kann sich in Form von körperlicher Aggression, Schreien, Schimpfen, Tobsuchtsanfällen oder anderen aggressiven Verhaltensweisen äußern.
- Dr.med. Ursula Davatz betont, dass diese Aggression nicht angeboren ist, sondern als Schutzmechanismus dient.
ADS-Betroffene:
- Reagieren auf Verletzungen eher mit Rückzug nach innen.
- Sie weichen aus und ziehen sich in sich selbst zurück, um der Situation zu entfliehen.
- Äußerlich zeigt sich dies in vermindertem Augenkontakt und einer allgemeinen Abwesenheit.
- Dr.med. Ursula Davatz beschreibt dieses Verhalten als „System Overload“, bei dem die Betroffenen aufgrund der vielen Reize und der erlebten Verletzung „zumachen“ und nicht mehr aufnahmefähig sind.
Zusammenfassend reagieren ADHS-Betroffene auf Verletzungen eher mit nach außen gerichteter Aggression, während ADS-Betroffene sich eher nach innen zurückziehen.
Es ist wichtig anzumerken, dass diese Reaktionsmuster nicht bei allen Betroffenen gleich stark ausgeprägt sind und von verschiedenen Faktoren wie dem individuellen Temperament, dem Erziehungsstil und den erlernten Bewältigungsstrategien beeinflusst werden können.
https://ganglion.ch/pdf/ADHS_ADS_Jugendliche_Erwachsene.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
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