Dr.med. Ursula Davatz geht in ihrem Vortrag darauf ein, dass sich ADHS-Ausprägungen bei Jungen und Mädchen unterscheiden können. Sie erklärt, dass bei Jungen ADHS eher sichtbar wird, da sie dazu neigen, aggressiv zu reagieren und dieses Verhalten deutlicher erkennbar ist. Jungen mit ADS erhalten hingegen oft die Diagnose Autismus.
Mädchen mit ADHS neigen eher dazu, sich anzupassen und zurückzuziehen, was dazu führt, dass ADS bei ihnen häufiger diagnostiziert wird. Dr. Davatz weist darauf hin, dass Mädchen, die ADHS haben und sich nicht ausleben können, in der Pubertät vermehrt Depressionen, Zwangsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen wie Bulimie entwickeln. Sie erklärt dies damit, dass Mädchen weniger Testosteron haben und daher nicht so aggressiv reagieren können wie Jungen. Stattdessen regulieren sie ihre Emotionen durch Suchtverhalten oder entwickeln Borderline-Persönlichkeiten.
Dr.med. Ursula Davatz räumt jedoch ein, dass sie sich nicht sicher ist, ob ADHS und ADS genetisch wirklich unterschiedlich sind, da dies in Genstudien nicht untersucht wurde.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ADHS bei Jungen eher durch aggressives Verhalten und bei Mädchen durch Rückzug und internalisierte Probleme wie Depressionen zum Ausdruck kommt. Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur allgemeine Tendenzen sind und es natürlich auch Mädchen mit aggressiven Verhaltensweisen und Jungen mit internalisierten Problemen gibt.
https://ganglion.ch/pdf/ADHS_ADS_Jugendliche_Erwachsene.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
Alle Beiträge von udavatz anzeigen