In der Pubertät verändert sich das Gehirn in einer sehr wichtigen Entwicklungsphase. Dr. Davatz erklärt, dass das Gehirn in dieser Zeit neu vernetzt wird. Dieser Prozess wird als Synaptic Pruning bezeichnet. Dabei werden viele angelegte Netzwerke abgebaut und es entstehen neue, funktionale Netzwerke, die mit Autobahnen verglichen werden können.
Aus diesem Grund spielt die Interaktion mit dem Umfeld in der Pubertät eine riesige Rolle. Jean Piaget hat das Konzept des Dezentrierens entwickelt, welches besagt, dass man in der Pubertät lernen kann, verschiedene Perspektiven zu verstehen. Laut Piaget lernen 60% der Jugendlichen in der Pubertät zu dezentrieren, während 40% dies nie lernen. Jemand, der nie richtig dezentrieren gelernt hat, kann auch nicht richtig zusammenarbeiten. Es ist also eine Zeit, in der die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und zum Perspektivenwechsel massgeblich geprägt wird.
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