Kurztext für 25. August 2017, Universität Zürich, Standort Irchel
Wie können sich Bindungsstörungen über Generationen hinweg vererben?Erfahrungsbericht aus 40 Jahren klinischer Praxis
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Transkript
Wie können sich Bindungsstörungen über Generationen
hinweg vererben‘?
Erfahrungsbericht aus 40 Jahren klinischer Praxis
Dr. med. Ursula Davatz
http://www.ganglion.ch; http://schizo.li/
“Bindung – was die Welt zusammenhält“
Kurztext für 25. August 2017, Universität Zürich, Standort Irchel
Bindungsverhalten kommt bei allen Säugetieren vor, insbe-
sondere bei sozialen Säugetieren und dient dem Überleben
des Jungtieres wie auch dem Überleben des Individuums in-
nerhalb eines Kollektivs. Dieses Bindungsverhalten ist in un-
seren Genen und somit auch in unserem Gehirn, dem limbi-
schen System, verankert.
Verschiedene Individuen können aber auch verschiedene
Bindungsverhaltensmuster an den Tag legen, wie sehr ängst-
liches Klammern als auch lockeres oder gar distanziertes
Bindungsverhalten.
Diese Bindungsmuster können von Generation zu Generation
weitergegeben werden, in der Partnerschaft gut zueinander
passen oder auch nicht, sowie durch äussere soziale oder
politische Situationen auch gestört werden, sodass daraus
ein verändertes Bindungsverhalten entsteht, welches dann zu
psychischen Störungen führen kann.