Die Quellen zeigen deutlich, dass das Interesse von Dr.med. Ursula Davatz und ihre Expertise in zwei Bereichen liegen: ADHS/ADS und Schizophrenie.

  • Verbindung zwischen ADHS/ADS und Schizophrenie: Dr. Davatz sieht eine Verbindung zwischen diesen beiden Zuständen, insbesondere im Bereich der Hochsensibilität. Sie hat ein Buch über ADHS und Schizophrenie geschrieben und erwähnt, dass sie in ihrer Praxis alle psychiatrischen Patienten, einschliesslich Schizophrenie-Patienten, auf Anzeichen von ADHS/ADS untersucht.
  • Systemische Perspektive: Dr. Davatz betont die Bedeutung des Umfelds und der Interaktionen für die Entwicklung von psychischen Erkrankungen, einschliesslich ADHS/ADS und Schizophrenie. Sie verweist auf Studien, die zeigen, dass Kinder, die in einem Umfeld mit ungelösten Konflikten aufwachsen, ein höheres Risiko haben, an Schizophrenie zu erkranken.
  • Hirnmodell: Dr. Davatz stützt ihre Theorien auf das Hirnmodell von Paul D. MacLean, das drei Hirnbereiche unterscheidet: das Reptilienhirn, das limbische System (emotionales Hirn) und das Grosshirn (kognitives Hirn). Sie argumentiert, dass bei ADHS/ADS-Patienten die Verarbeitung von Reizen im limbischen System intensiver ist, was zu einer stärkeren Reaktivität führt.

Ihre Aussagen und Beobachtungen lassen auf ein tiefes Interesse an den neurobiologischen Grundlagen von ADHS/ADS und Schizophrenie sowie an der Bedeutung von Umweltfaktoren für die Entstehung und den Verlauf dieser Zustände schliessen.

https://ganglion.ch/pdf/ADHS_und_Schule_6.12.2024.mp3.pdf