Vortrag zum Thema ADHS, ADS, Stimulanzien und Medikamente für adhs 20+ Schweizerische Info- und Beratungsstelle für Erwachsene mit ADHS.
Gruppe für AD(H)S-Betroffene und Bezugspersonen wie Eltern, Partner, Lehrer, Lehrmeister, Vorgesetzte
Menschen mit AD(H)S sind ganz spezielle Persönlichkeitstypen mit
bestimmten Eigenschafen, die es für die Betroffenen selbst, wie
auch für das soziale Umfeld, manchmal etwas schwierig macht in
den zwischenmenschlichen Beziehungen. In dieser Gruppe werden
Problemlösungsstrategien in Konflikten zusammen mit der
Fachperson erarbeitet ohne dabei die Persönlichkeit der
Betroffenen oder das Umfeld zur Anpassung zwingen zu müssen,
über Unterdrückung der eigenen Emotionen.
Zur Anmeldung: AD(H)S-Gruppe Ausschreibung 2018
Daten: Jeweils Donnerstag, 17.30 – 19.00 Uhr 18.01.2018, 08.02.2018, 01.03.2018, 29.03.2018, 26.04.2018, 14.06.2018, 19.07.2018, 23.08.2018, 27.09.2018, 18.10.2018, 22.11.2018, 13.12.2018
ADHS und Familie Fachtagung mit Referat und Fallvignette
Die Videos zum Anlass. Die Folien zu den Referaten sind unter dem Video verlinkt.
Programm
Donnerstag, 24. Mai 2018
13.30 Uhr Eintreffen der Gäste, Kaffeebar ist geöffnet
14.00 – 14.15 Uhr Begrüssung
Herr Daniel Mosimann, Stadtammann Lenzburg
14.15 – 14.35 Uhr Einführung
Frau Dr. med. Ursula Davatz, ärztliche Leitung HotA
14.35 – 15.15 Uhr Referat «ADHS und Familie»
Frau PD Dr. med. Monika Ridinger, ärztliche Leitung HotA
15.15 – 15.45 Uhr Pause
15.45 – 16.10 Uhr Fallvignetten
Frau Isabel Grober, Oberärztin
Frau Brigitte Günthardt, Sozialpädagogin HFS
16.10 – 16.35 Uhr ADHS aus der Sicht eines Schulleiters
Herr Urs Bögli, Schulleiter Kreisschule Seengen
16.35 – 17.00 Uhr Interview mit «einer Mutter von zwei ADHS Jugendlichen»
Frau PD Dr. med. Monika Ridinger, ärztliche Leitung HotA
Ab 17.00 Uhr Schlusswort und Apéro
Regula Berchtold, Projektleiterin HotA
Moderation: Anna Bisig
PDF Flyer ADHS und Familie Fachtagung mit Referat und Fallvignette
Empathie versus Selbstfürsorge
„Empathie versus Selbstfürsorge“ Was wollen die Anderen von mir? – Was will ich?!
Wer Not/Schwierigkeiten von Anderen nicht wahrnimmt, kann sich viel besser abgrenzen
als ein Mensch, der die „Hilflosigkeit“ eines Mitmenschen aufgrund seiner Sensitivität und Empathie stark wahrnimmt. In diesen Momenten achtet ein ADHS Betroffener nicht auf seine Ressourcen – er handelt einfach. Ganz spontan im Hier und Jetzt – und verpasst
im Endeffekt oftmals sein eigenes Leben ….. in die Hand zu nehmen.
Umgang mit ADHS und ADS
„AD(H)S und Umgang mit ADHS- und ADS-Kindern“
Freiwilligenweiterbildung vom Samstag, 14. Oktober 2017, 09.00 Uhr – 12.00 Uhr im kath. Pfarreizentrum Lenzburg, organisiert durch Caritas Aargau
Gruppe 2018 „AD(H)S-Kind“ – Herausforderung für Eltern und Lehrpersonen
Leitung: Frau Dr. med. U. Davatz, Familientherapeutin und Psychiaterin
Ort: Konferenzzimmer Praxisgemeinschaft Mäderstrasse 13, Baden
Ziel: AD(H)S-Kinder stellen eine grössere Herausforderung an die Erzie-hungsaufgabe der Eltern als andere Kinder. Zusätzlich zur Grund-störung des AD(H)S entstehen häufig negative, sich selbst verstär-kende Interaktionsmechanismen zwischen Eltern und Kind, die sich sehr nachteilig auf die gesunde Entwicklung des Kindes auswirken.
In dieser Gruppe werden solche Muster erkannt und besprochen, um neue, weniger pathologische Verhaltensmuster einzuüben. Das Ziel ist, dass AD(H)S-Kinder sich ungehinderter entwickeln können.
Daten: Jeweils Donnerstag, 17.30 – 19.00 Uhr
18.01.2018, 08.02.2018, 01.03.2018, 29.03.2018, 26.04.2018, 14.06.2018, 19.07.2018, 23.08.2018, 27.09.2018, 18.10.2018, 22.11.2018, 13.12.2018
Kosten: Kosten werden von der Krankenkasse übernommen, ausser dem Selbstbehalt. Bitte Krankenkassen-Karte beim 1. Mal mitnehmen!
Anmeldung:
Folgekrankheiten des Genotyps ADHS und ADS nicht Komorbidität
SGGP Jahreskongress 2017
S04-12: „Eine neue Psychiatrische Diagnostik – Folgekrankheiten des Genotyps ADHS und ADS nicht Komorbidität
Der Workshop von Dr.med. Ursula Davatz wird am Freitag 15.09.2017, 14.00h im Raum Bellavista 2 stattfinden.
Das Thema der Tagung lautet “Psychiatrie der Zukunft“. Die Forschung in der Psychiatrie ist heute an erster Stelle auf die viel versprechenden Neurowissenschaften ausgerichtet. So interessant all diese Erkenntnisse sind, so enttäuschend wenig Fortschritte haben sie für den klinisch-therapeutischen Alltag gebracht. Auch die Forschung in der Genetik, die viele neue Hoffnungen weckt hat uns in der Psychiatrie nicht weitergebracht. In diesem Vortrag wenden wir uns wieder ganz der klinischen Erfahrung und Beobachtung von Dreigenerationen Familien zu. Es soll dabei sowohl die genetische Veranlagung als auch das familiale Umfeld berücksichtigt werden.
Die Hypothese lautet: Angeborene Genotypen entwickeln sich in einem epigenetischen Prozess über ungünstige Interaktionen mit dem Umfeld während der prägenden Kindheitsphase und vor allem auch in der Adoleszenz zu verschiedenen psychischen Krankheiten.
ADHS und ADS sind heutzutage offiziell anerkannte Genotypen, die im psychiatrischen Alltag immer mehr Aufmerksamkeit erhalten. Diese zwei Genotypen, wir nennen sie im weiteren auch Neurotypen, bestimmen die Gehirnentwicklung und auch die Persönlichkeitsentwicklung schon von Geburt an. ADHS und ADS teilen laut einer Cross Disorder Studie den gleichen veränderten Genlokus mit vier psychiatrischen Krankheitsbildern: der Schizophrenie, der Bipolaren Störung, der schweren Depression und dem Autismus. Im Gegensatz zu früheren Annahmen weiss man heute, dass die spezifischen Eigenschaften des ADHS und ADS auch im Erwachsenenalter weiterbestehen. 80% der Erwachsenen mit ADHS und ADS erhalten zusätzlich noch eine psychiatrische Diagnose. Man bezeichnet dies dann als Komorbidität.
Meine Interpretation dieses Befundes ist: ADHS und ADS sind keine Krankheiten und somit auch nicht unter die Diagnosen einzureihen. ADHS und ADS sind lediglich Genotypen, d.h. Neurotypen, die von Geburt her bestimmend sind für den Verhaltenstyp. Diese beiden Neurotypen decken sich sogar mit den schon lange verwendeten Persönlichkeitstypen “extravertiert“ und “introvertiert“. Das ADHS entspricht dem extravertierten und das ADS dem introvertierten Persönlichkeitstyp. Menschen mit diesen genetisch bestimmten Neurotypen ADHS und ADS können sich in 20% zu gesunden, zum Teil sogar sehr erfolgreichen Persönlichkeiten entwickeln. Diese Neurotypen beinhalten ein bestimmtes Erbgut, das sich, wie gesagt, erst in einer ungünstigen Interaktion mit dem Umfeld, einem epigenetischen Prozess, zu einer Krankheit entwickelt.
Diese neue Interpretation der Entstehungsgeschichte von psychiatrischen Krankheitsbildern, die sich als Folgekrankheiten der Genotypen ADHS und ADS aus der Interaktion mit dem Umfeld heraus entwickeln, erlaubt ein vollständig neues Verständnis für die Patienten, eröffnet effizientere systemische Interventionsansätze und nicht zuletzt auch bedeutende Möglichkeiten für eine effektivere Prävention.
Vortrag anhören:

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