Welche Konsequenzen haben Strafen für ADHS/ADS-Kinder?

Dr. med. Ursula Davatz äussert sich im vorliegenden Material explizit zu den Konsequenzen von Strafen für ADHS/ADS-Kinder. Ihrer Aussage nach funktioniert Strafe bei ADHS/ADS-Kindern nicht gut. Im Gegenteil führt sie aus, dass das Kind durch Strafen nur aufmüpfig wird.

Dr. Davatz betont, dass ADHS/ADS-Kinder immer intrinsisch motiviert sein müssen. Sie beschreibt, dass diese Kinder einen „Dickkopf“ haben und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben, sie es durchsetzen wollen („mit dem Kopf durch die Wand gehen“). In diesem Zusammenhang erklärt sie, dass sobald man „Nein“ sagt, man in Konkurrenz tritt. Wenn man ADHS/ADS-Kinder bremst, während sie einen starken Drang haben, etwas Bestimmtes zu tun, dann läuft gar nichts mehr.

Dr. Davatz erlebt weiterhin, dass im Schulsystem mit Bestrafung gearbeitet wird. Sie ist jedoch der Überzeugung, dass man ADHS/ADS-Kinder führen und nicht zum Gehorsam bringen sollte. Dies deckt sich mit der Aussage, dass man sie nicht über Gehorsam motivieren kann. Stattdessen sollte man versuchen, ihre Neugier zu wecken und sie ihren Interessen nachgehen lassen.

Zusammenfassend haben Strafen laut Dr. Davatz bei ADHS/ADS-Kindern negative Konsequenzen, da sie nicht zur gewünschten Verhaltensänderung führen, sondern eher Widerstand und Aufmüpfigkeit hervorrufen. Da diese Kinder stark auf intrinsische Motivation angewiesen sind und einen ausgeprägten eigenen Willen haben, ist es effektiver, sie zu führen und ihre Neugier zu nutzen, anstatt auf Bestrafung zu setzen.

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Weshalb ist die Persönlichkeitsentwicklung wichtig?

Dr. med. Ursula Davatz betont im vorliegenden Material mehrfach die Wichtigkeit der Persönlichkeitsentwicklung, insbesondere im Kontext von Kindern und Jugendlichen, mit oder ohne ADHS/ADS.

  • Sie argumentiert, dass die Persönlichkeitsentwicklung heutzutage enorm wichtig und am wichtigsten ist. Sowohl die Schule als auch die Eltern sollten dem speziellen Individuum helfen, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
  • Dr. Davatz warnt davor, dass die Persönlichkeit durch „Konservendenken, Konservenbilder, Konserveninformation“ kaputt gemacht werden kann. Sie möchte Eltern Mut machen, ihren Kindern bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu helfen.
  • Im Gegensatz zu reinem Wissen, welches heutzutage leicht vom Internet abgerufen werden kann, ist die Persönlichkeitsentwicklung etwas, das man nicht vom Internet holen kann.
  • Bezüglich der Medikamentengabe bei ADHS/ADS kritisiert Dr. Davatz, dass Ritalin überhaupt nicht hilft, die Persönlichkeit zu fördern. Sie hält es für entscheidend, dass in einer individualisierten Gesellschaft die verschiedenen Persönlichkeiten gefördert werden und ihre Talente ausleben können.
  • Dr. Davatz stellt klar, dass das Ziel nicht ist, dass der Mensch einfach funktioniert wie eine Maschine, sondern dass er seine Persönlichkeit entwickeln und entfalten kann, um zu einem reifen, verantwortungsbewussten Menschen zu werden, der seine Rolle in der Gesellschaft spielen und seine Aufgaben wahrnehmen kann. Dies erfordert Geduld und Liebe.

Zusammenfassend ist die Persönlichkeitsentwicklung laut Dr.med. Ursula Davatz essenziell, weil sie einen fundamentalen Aspekt der individuellen Entfaltung darstellt, der durch moderne Informationsquellen nicht ersetzt werden kann und durch bestimmte pädagogische oder medizinische Ansätze sogar gefährdet sein kann. Sie sieht die Förderung der Persönlichkeit als ein übergeordnetes Ziel der Erziehung und Bildung, das wichtiger ist als reine Wissensvermittlung oder die blosse Symptombekämpfung bei ADHS/ADS.

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Kritik an der Medikamentengabe bei ADHS/ADS

Dr. med. Ursula Davatz hat mehrere Kritikpunkte an der Medikamentengabe bei ADHS/ADS.

  • Sie betont, dass Medikamente meistens Stimulanzien sind, welche das Gehirn stressen. Demgegenüber stellt sie die motorische Aktivität und den Sport als natürliche Wege zur Förderung von Adrenalin und Dopamin heraus.
  • Dr. Davatz argumentiert, dass Medikamente wie Ritalin zwar helfen können, sich auf schulische Inhalte zu fokussieren, aber sie fördern die Persönlichkeitsentwicklung überhaupt nicht. Sie hält es für wichtig, dass in einer individualisierten Gesellschaft die verschiedenen Persönlichkeiten gefördert werden und ihre Talente ausgelebt werden können.
  • Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass eine primäre Behandlung mit Medikamenten den emotionalen Hirnteil nicht fördert, sondern eher ausblendet. Sie erklärt, dass das emotionale Gehirn für das soziale Lernen zuständig ist und auf alle äusseren Inputs als erstes reagiert. Durch Medikamente werde dieser wichtige Teil eher unterdrückt, was sie als schade empfindet und wodurch ihrer Meinung nach eine gewisse Menschlichkeit wegfällt. Gewisse ADHS/ADS-Betroffene bestätigen dies, indem sie sagen, dass sie sich unter Medikamenten nicht mehr so gut spüren und auch andere nicht mehr so gut wahrnehmen.
  • Dr. Davatz beobachtet eine zunehmende Tendenz in der medizinischen Wissenschaft in Richtung des Kognitiven, während das emotionale Gehirn vernachlässigt werde. Sie plädiert dafür, die Menschlichkeit und die Förderung des emotionalen Gehirns und der Sozialkompetenzen bei Kindern stärker zu gewichten.
  • Obwohl Dr. Davatz niemandem die Medikamente verweigert und die Entscheidung den Eltern überlässt, deutet ihre Argumentation klar darauf hin, dass sie eine rein medikamentöse Behandlung als nicht ausreichend betrachtet. Sie betont, dass immer auch das Umfeld begleitet werden muss, einschliesslich der Lehrer.
  • Sie äussert auch ihre Sorge darüber, dass wenn ADHS/ADS nur an Ärzte delegiert wird, an erster Stelle nur mit Medikamenten gearbeitet wird. Ihrer Ansicht nach braucht es beim ADHS/ADS viel mehr Beratung des Umfelds, Unterstützung der Lehrpersonen und der Eltern, damit es nicht schiefläuft, und nicht nur eine medikamentöse Behandlung des Kindes. Dies steht im Gegensatz zu dem ihrer Meinung nach vorherrschenden medizinischen Modell.

Zusammenfassend kritisiert Dr.med. Ursula Davatz an der Medikamentengabe bei ADHS/ADS vor allem die Vernachlässigung der emotionalen und sozialen Aspekte, die rein symptomatische Behandlung ohne Förderung der Persönlichkeit, die mögliche Überbeanspruchung und den Fokus auf eine medizinische Lösung anstelle einer umfassenden Unterstützung des Umfelds. Sie sieht Medikamente eher als ein Hilfsmittel im Kontext eines breiteren Ansatzes und betont die Wichtigkeit intrinsischer Motivation und der Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse.

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Weshalb ist die frühe Erkennung von ADHS/ADS wichtig?

Die frühe Erkennung von ADHS/ADS ist aus mehreren Gründen wichtig:

  • Frühere Unterstützung und Intervention: Eine frühe Diagnose ermöglicht es, frühzeitig mit geeigneten Massnahmen zu beginnen, um Kinder mit ADHS/ADS in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Dies kann sowohl pädagogische als auch therapeutische Interventionen umfassen. Wenn man frühzeitig auf die Bedürfnisse des Kindes eingeht, können Schwierigkeiten im Kindergarten und in der Schule möglicherweise vermieden oder gemildert werden.
  • Vermeidung von Leid und Kosten: Dr. Davatz betont, dass viel Geld und Leid gespart werden könnte, wenn man früher damit beginnt, ADHS/ADS zu verstehen. Das Beispiel des Kindergartenkindes, das aufgrund ungeschickten Umgangs in ein Heim platziert wurde, verdeutlicht auf tragische Weise die negativen Folgen einer späten oder fehlenden Erkennung und Intervention.
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung: Eine frühe Auseinandersetzung mit ADHS/ADS kann Betroffenen helfen, sich selbst und ihre Besonderheiten besser zu verstehen und Freundschaft mit ihrem Symptom zu schliessen. Dies kann zu einer positiveren Selbstwahrnehmung beitragen und die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit fördern. Wird ADHS/ADS erst spät erkannt, können negative Erfahrungen in der Zwischenzeit das Selbstbild und die Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigen.
  • Verhinderung von sekundären Problemen: Unbehandeltes oder spät erkanntes ADHS/ADS kann zu sekundären psychischen Problemen wie Depressionen führen. Das Beispiel des intelligenten Schülers mit Suizidgedanken aufgrund von Unterforderung in der Schule zeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig auf die Bedürfnisse von Kindern mit ADHS/ADS einzugehen, um solche Belastungen zu vermeiden. Zudem weisen Studien darauf hin, dass Erwachsene mit ADHS/ADS häufig zusätzliche psychiatrische oder somatische Diagnosen haben, was möglicherweise durch frühe Interventionen beeinflusst werden könnte.
  • Bessere Unterstützung für Familien und Lehrpersonen: Eine frühe Diagnose ermöglicht es, auch Eltern und Lehrpersonen frühzeitig zu informieren und zu schulen, um ein besseres Verständnis für die Besonderheiten von Kindern mit ADHS/ADS zu entwickeln. Dies kann zu einem unterstützenderen Umfeld beitragen und unnötige Konflikte und Überforderungen vermeiden.
  • Frühere Erkennung bei Mädchen: Besonders bei Mädchen wird ADHS/ADS oft viel später erkannt als bei Jungen, da sie sich tendenziell besser anpassen und ihre Symptome unterdrücken. Eine frühere Sensibilisierung könnte dazu beitragen, dass auch Mädchen mit ADHS/ADS früher die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die frühe Erkennung von ADHS/ADS entscheidend ist, um betroffenen Kindern und ihren Familien frühzeitig Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen, negative Erfahrungen zu vermeiden, die persönliche Entwicklung positiv zu beeinflussen und das Risiko von sekundären Problemen zu minimieren. Dr.med. Ursula Davatz betont in diesem Zusammenhang auch die Notwendigkeit einer frühzeitigen Aufklärung der Eltern bereits im Kindergartenalter.

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Inwiefern unterscheidet sich ADS von ADHS bezüglich der Hyperaktivität?

Dr. med. Ursula Davatz erläutert im vorliegenden Material die Unterschiede zwischen ADS und ADHS bezüglich der Hyperaktivität folgendermassen.

Beim ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperkinetisches-Syndrom) äussert sich die Hyperaktivität nach aussen. Dies kann sich in motorischer Unruhe zeigen, die Dr. Davatz als „Hyperkinese“ oder „Zappelphilipp“ bezeichnet. Sie erklärt, dass diese motorische Unruhe den Betroffenen helfen kann, ihr Gehirn zu aktivieren. Aktivität im Allgemeinen wird als hilfreich für ADHS-Kinder beschrieben. So kann es beispielsweise helfen, wenn sie vor dem Unterricht rennen dürfen, um ihre Aufmerksamkeit danach besser zu fokussieren. Die Aggressivität bei ADHS geht ebenfalls eher nach aussen.

Im Gegensatz dazu richtet sich die Hyperaktivität beim ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) nach innen. Kinder mit ADS sind nach aussen hin vielleicht ganz ruhig, aber innerlich sind sie sehr aktiv im Denken („sie beginnen zu hirnen“). Sie gehen viele Gedankengänge durch und haben oft Mühe mit Entscheidungen, da sie alle möglichen Szenarien und Lösungsvorschläge abwägen. In der Schule werden sie oft als „Träumer“ bezeichnet, da sie bei Desinteresse abschweifen und in ihre Gedankenwelt eintauchen. Dr. Davatz nennt dies eine „gedankliche Hyperaktivität“. Während ADHS-Kinder eher stören, neigen ADS-Kinder dazu zu träumen. Die Ablenkbarkeit ist aber auch bei ADS gross, wenn das Thema nicht genügend Interesse weckt. Bei emotionalen Verletzungen ziehen sich ADS-Kinder eher zurück.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Hyperaktivität bei ADHS primär durch äussere, motorische Unruhe kennzeichnet, während sie sich bei ADS vor allem als innere, gedankliche Aktivität manifestiert, was dazu führen kann, dass Betroffene nach aussen ruhig wirken, aber intensiv im Denken beschäftigt sind.

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Inwiefern prägen Stigmatisierung und vorherrschende Krankheitsbilder das Verständnis und die Lebensqualität von Menschen mit ADHS/ADS?

Die Stigmatisierung und das vorherrschende Krankheitsbild prägen das Verständnis und die Lebensqualität von Menschen mit ADHS/ADS in mehrfacher Hinsicht, wie die Quellen verdeutlichen.

Stigmatisierung durch das Krankheitsbild:

  • Dr. med. Ursula Davatz betont, dass ADHS/ADS nach wie vor als Krankheit angesehen wird. Sie stellt dem entgegen, dass es sich um einen genetisch vererbten Genotyp und vererbte Eigenschaften handelt. Diese Sichtweise als Krankheit führt dazu, dass Betroffene sich möglicherweise stigmatisiert fühlen, da niemand gerne krank ist.
  • Die Diagnose ADHS/ADS kann Angst auslösen und dazu führen, dass sich Menschen verschliessen. Wenn man es als Krankheit ansieht, macht man zu.
  • Einige Kinder mit ADHS/ADS lehnen einen Nachteilsausgleich in der Schule ab, weil sie ihn als stigmatisierend empfinden und nicht aus der Gruppe ausgegrenzt werden wollen.

Auswirkungen auf das Verständnis:

  • Die Fokussierung auf das Krankheitsbild führt dazu, dass die positiven Eigenschaften von Menschen mit ADHS/ADS, wie ihre breite Aufmerksamkeit, Neugier und schnelle Auffassungsgabe, oft übersehen werden. Stattdessen wird der Fokus auf die „Störung“ gelegt.
  • Die Tendenz, ADHS/ADS als reine medizinische Angelegenheit zu betrachten, führt dazu, dass vorrangig mit Medikamenten gearbeitet wird. Dies kann den emotionalen Hirnteil und das soziale Lernen vernachlässigen.
  • Die Stigmatisierung kann zu Unverständnis im Umfeld führen, sowohl bei Lehrpersonen als auch bei Eltern. Es wird oft die Haltung vertreten, dass ADHS/ADS „abgeschafft“ werden müsse, anstatt die besonderen Bedürfnisse der Kinder zu verstehen und darauf einzugehen.
  • Die mangelnde Unterstützung für Lehrpersonen im Umgang mit ADHS/ADS verstärkt das Unverständnis und die Stigmatisierung. Wenn Lehrkräfte sich überfordert fühlen, kann dies zu negativen Reaktionen und einer Ablehnung der betroffenen Kinder führen.

Auswirkungen auf die Lebensqualität:

  • Kaputttherapieren: Ein Betroffener berichtet, dass sein Sohn durch falsche therapeutische Ansätze „kaputt therapiert“ wurde, was die langfristigen negativen Folgen der Stigmatisierung und des defizitorientierten Blicks auf ADHS/ADS verdeutlicht.
  • Soziale Ausgrenzung: Die Stigmatisierung kann zur sozialen Ausgrenzung führen, sowohl in der Schule als auch im privaten Umfeld.
  • Psychische Probleme: Durch Stigmatisierung und Unverständnis können sekundäre psychische Probleme wie Depressionen entstehen. Ein Beispiel ist der intelligente Schüler, der aufgrund von Langeweile in der Schule Selbstmordgedanken entwickelte. Auch die Entwicklung einer Depression bei medikamentöser Überdosierung zeigt die negativen Auswirkungen eines rein medizinischen Ansatzes ohne Berücksichtigung des individuellen Wohlbefindens.
  • Belastung für Familien: Eltern von Kindern mit ADHS/ADS erleben oft eine hohe Belastung durch den Kampf gegen Stigmatisierung und Unverständnis.
  • Verpasste Chancen: Wenn ADHS/ADS erst spät erkannt wird, insbesondere bei Mädchen, können wertvolle Jahre der Unterstützung und Förderung verpasst werden. Dies kann sich negativ auf die schulische und berufliche Entwicklung auswirken.
  • Negative Erfahrungen mit Institutionen: Der Bericht über den Jungen, der aufgrund von Überreaktionen im Kindergarten und der Schule in ein Heim kam, zeigt auf drastische Weise, wie Stigmatisierung und mangelndes Wissen zu völlig unangemessenen Interventionen führen können.

Dr. Davatz plädiert dafür, ADHS/ADS nicht als Krankheit, sondern als Persönlichkeitstyp zu betrachten. Dies könnte helfen, die Stigmatisierung zu reduzieren und ein positiveres und ressourcenorientierteres Verständnis zu fördern. Sie betont die Wichtigkeit, die individuellen Bedürfnisse zu erkennen und zu fördern, anstatt auf Gehorsam und Bestrafung zu setzen, was bei Kindern mit ADHS/ADS ohnehin schlecht funktioniert. Die intrinsische Motivation und die Neugier der Kinder müssen geweckt und erhalten werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stigmatisierung und das vorherrschende Krankheitsbild von ADHS/ADS zu einem defizitorientierten Blick, Unverständnis im Umfeld, sozialer Ausgrenzung und einer Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen führen können. Ein Wandel hin zu einem ressourcenorientierten Verständnis, das ADHS/ADS als Persönlichkeitstyp betrachtet und die individuellen Bedürfnisse in den Vordergrund stellt, ist notwendig, um die Lebensqualität von Menschen mit ADHS/ADS nachhaltig zu verbessern.

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Anders Dynamisch Hochbegabt Sensibel

Kinder mit AD(H)S sind die Rosinen im Kuchen. Nicht sie, sondern ihr Umfeld
muss verändert werden, das legen neue wissenschaftliche Untersuchungen nahe.
Wir zeigen, wo es bereits funktioniert.

«ADS und ADHS sind keine Krankheit»
Ursula Davatz ist Psychiaterin und Familientherapeutin in Zürich und Baden. Ihr Anliegen
ist es, das erzieherische Umfeld dieser speziellen Kinder möglichst früh fachlich
kompetent zu beraten und zu unterstützen.

Anders Dynamisch Hochbegabt Sensibel

https://www.wireltern.ch/artikel/wir-eltern-magazin-mai-2019