Vortrag zum Thema Depression bei der Stiftung Wendepunkt.
ADHS Vortrag im Spital St.Maria Val Müstair
Vortrag zum Thema ADHS und ADS im Spital Val Müstair in St.Maria, Center da sandà Val Müstair
Pflegekinder in der Pubertät
Datum: 19.11.2019 um 18.30 Uhr
Titel: „Pflegekinder in der Pubertät“
Ort: Regionalstelle Pflegefamilien, Guyer-Zeller-Strasse 6 in 8620 Wetzikon
Dr. med. Ursula Davatz
Die Pubertät ist stets eine besonders sensible Entwicklungsphase. Die Jugendlichen setzen sich in dieser Zeit kritisch auseinander mit den Regeln und Wertvorstellungen ihrer Bezugspersonen, um ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Wachsen sie aber nicht bei den Eltern auf, sondern vielmehr in „Stellvertreter-Familien“, beziehen sie sich häufig dennoch auf ihre leiblichen Eltern und ihre verwandtschaftliche Herkunft und weisen die Pflegeeltern als nicht zuständig für sie zurück. Dies kann zu Konflikten führen und die leiblichen Eltern müssen von den Pflegeeltern gedanklich mit einbezogen werden, selbst wenn diese zuvor kaum eine Rolle gespielt oder nur einen negativen Einfluss gehabt haben.
In diesem Vortrag soll der sorgfältige Umgang mit den daraus resultierenden Konflikten besprochen werden.
AD(H)S bei Kindern – Mut zur Echtheit
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AD(H)S bei Kindern – Mut zur Echtheit ____________________________________________________________________________________________________________
Leben, lieben und «ein Bitzeli» leiden mit AD(H)S
Oft steht in unserer Gesellschaft das Defizit im Vordergrund. Man betont was schwierig ist, Möglichkeiten werden nicht erwähnt.
Die Dozentin Frau Dr. med. Ursula Davatz: «Ich kenne die Chancen und Schwierigkeiten von ADHS und sehe es nicht als Krankheit, sondern als ein Anderssein. Mir ist jedoch auch bewusst, dass es manchmal eine Extraportion Kraft und Mut braucht, dieses Anderssein zu akzeptieren und genau darin sehe ich meine Aufgabe: Menschen zu ermutigen! Wenn man nicht richtig filtern kann, bedeutet das auch, dass man mehr Informationen aufnimmt, mehr sieht, mehr hört, mehr Zusammenhänge erkennt. Daran kann man scheitern und verzweifeln, oder man macht sich diese Besonderheit zur Stärke und versucht, sich dieses Mehr von Allem zu Nutzen zu machen. Es ist wie es ist, ich freue mich, Sie als Eltern zu ermutigen, das Anderssein Ihrer Kinder zu akzeptieren.»
Kursleitung: Frau Dr. med Ursula Davatz, FMH Psychiatrie und Psychotherapie
«ADHS – eine interessante Herausforderung» Bildungstag für das erzieherische Umfeld
Samstag, 30. November 2019
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
ZAG (Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zürich)
Turbinenstrasse 5, 8400 Winterthur
Dr. med. Ursula Davatz, Vizepräsidentin adhs 20+
Psychiaterin und Familientherapeutin
Früher wurde das AD(H)S von vielen Fachleuten gar nicht anerkannt. Heute ist es in aller Munde. Viele Eltern möchten wissen, ob ihr Kind eines hat und auch viele Erwachsenewollen abklären lassen, ob sie davon betroffen sind.
Doch eine Abklärung bringt uns noch nicht weiter. Es ist der passende Umgang mit diesen speziellen Kindern, den wir erlernen müssen. Dieser ist ausschlaggebend, ob sich bei diesem Persönlichkeitstyp eine sekundäre Störung entwickelt – was bei 80 Prozent der Fall ist, oder ob daraus interessante, kreative, durchsetzungsfähige Unternehmer, Künstler oder auch Wissenschaftler hervorgehen.
Da die heutigen Kinder sehr viel Zeit in Tagesstätten, Kindergärten und natürlich
Schulen verbringen, ist es von enormer Wichtigkeit und grosser gesundheitspolitischer Bedeutung, dass diese professionellen Erzieher lernen, mit diesen speziellen Kindern möglichst geschickt umzugehen. Leider ist dies zum heutigen Zeitpunkt noch längst nicht der Fall. Aus diesem Grunde bieten wir eine Weiterbildung für das erzieherische Umfeld an, um gewisse „do’s and dont’s“ zu vermitteln. Vielleicht gelingt es uns dadurch, einige dieser 80% psychisch beeinträchtigten Menschen auf einen erfreulicheren, gesünderen Weg zu bringen.
Denn AD(H)S ist keine Krankheitsdiagnose, es ist eine Persönlichkeitvariante die grössere Anforderungen an die Erzieher stellt, denn Medikamente alleine lösen die damit verbundenen Herausforderungen nicht.
Vortrag zum Anhören, inkl. Fragen:
Wir behandeln Menschen und nicht Symptome
Die Psychiatrie lehnt sich noch immer viel zu stark an die somatische Medizin an, in der man an erster Stelle Krankheitssymptome behandelt. In der Psychiatrie beschäftigt man sich mit dem Gehirn, ein soziales und gleichzeitig plastisches Organ, das sehr stark von der Interaktion mit dem Umfeld abhängig ist und dadurch auch verändert und geprägt wird, im Sinne der Epigenetik. Die Familiengeschichte wie auch die persönliche Lebensgeschichte spielen aus dieser Sicht bei psychischen Krankheiten eine enorm wichtige Rolle und dürfen nicht ausgelassen werden. In diesem Sinne sollte immer der Mensch innerhalb seiner Lebensgeschichte behandelt und nicht nur seine Krankheitssymptome bekämpft werden. Nur so ist eine ganzheitliche und persönliche Behandlung möglich.
Audio:
Die Magie der Gene: Epigenetische Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die sozialen Berufe
Zeit: 15:30 – 16:15 Umfeldberatung als grosses epigenetisches Potential in Therapie und Prävention
Dr. med. Ursula Davatz, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Kompetenzzentrum für ADHS und Schizophrenie, Baden
PDF: Umfeldberatung als grosses epigenetisches Potential in Therapie und Prävention
Audio:
Trauma und Traumatherapie
Vortrag zum Thema Trauma und Traumatherapie.
ADHS und Grenzüberschreitungen
Menschen mit ADHS verfügen bekanntlicherweise über eine starke Impulsivität, die ihnen emotionale Kraft verleiht. Gleichzeitig sind sie oft neugierig, suchen nach Abwechslung, neuen Impulsen von aussen, emotionalen „Kicks“, das sogenannte „sensation seaking“ ist ein typisches Verhalten von ihnen. All diese Eigenschaften können in unserer hochregulierten und strukturierten Gesellschaft nicht selten zu grenzüberschreitendem Verhalten führen. Als Reaktion darauf kommt es in ihrem Umfeld dann zu den entsprechenden korrektiven Massnahmen. Der sozialisierende Erfolg davon ist meist nicht sehr überzeugend, im Gegenteil, es erfolgt in der Regel eine Eskalationsspirale ohne Ende. Was wäre ein erfolgreicher Umgang mit diesen Eigenschaften, sodass das grenzüberschreitende Verhalten als Ressource genutzt werden kann?
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