Replik zum Interview mit Dagmer Rösler im Sonntagsblick vom 25.2.2024
Transkript
Dr.med. Ursula Davatz
25.2.2024
Replik zum Interview mit Dagmar Rösler im Sonntagsblick
Audio
[00:00:02.260] – Dr.med. Ursula Davatz
Kommentar zum Interview mit Dagmar Rösler im Sonntagsblick vom 25.2.2024.
[00:00:11.350] – Dr.med. Ursula Davatz
Sobald viele Fachpersonen aussteigen aus dem System, obwohl sie ihren Beruf lieben,
ist etwas mit dem Schulsystem falsch.
[00:00:40.020] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben das gleiche Problem bei den Ärztinnen.
[00:00:43.980] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch diese steigen häufig aus, aus ihrem Beruf, obwohl sie ihren Beruf lieben.
[00:00:51.240] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch dort ist etwas falsch mit dem Gesundheitssystem.
[00:00:58.920] – Dr.med. Ursula Davatz
Man spricht dann von Kindern, die den Schulunterricht terrorisieren.
[00:01:08.520] – Dr.med. Ursula Davatz
Dagmar Rössler sagt korrekterweise: es geht nicht ums Terrorisieren, sondern die
Kinder sind in Not und brauchen eine andere Behandlung.
[00:01:24.450] – Dr.med. Ursula Davatz
Sämtliche besonderen Kinder, die Probleme machen im Schulunterricht, sind häufig
Kinder mit ADHS/ADS.
[00:01:37.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist also nicht die Quantität, das heißt die Zeit, die man nicht für diese Kinder hat.
[00:01:45.070] – Dr.med. Ursula Davatz
ADHS/ADS Kinder brauchen gar nicht so viel Zeit.
[00:01:48.370] – Dr.med. Ursula Davatz
ADHS/ADS Kinder brauchen einen korrekten Umgang.
[00:01:53.660] – Dr.med. Ursula Davatz
Die gängige Pädagogik von Bestrafung und Belohnung, funktioniert bei ADHS/ADS
Kindern in keiner Weise.
[00:02:06.410] – Dr.med. Ursula Davatz
Man muss die gängige Pädagogik von Bestrafung und Belohnung gar nicht erst
versuchen.
[00:02:10.340] – Dr.med. Ursula Davatz
ADHS/ADS Kinder müssen als erstes verstanden werden.
[00:02:14.570] – Dr.med. Ursula Davatz
ADHS/ADS Kinder müssen abgeholt werden, damit man sie ihrem Temperament und
ihrem Wesen entsprechend führen und begleiten kann.
[00:02:28.100] – Dr.med. Ursula Davatz
Das gleiche gilt für sämtliche Tierarten, die vom Menschen dressiert werden.
[00:02:35.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Kein Dompteur könnte ein Tier gut dressieren, das heißt ihm neue Verhaltensweisen
beibringen, ohne dass er das Wesen des entsprechenden Tieres kennt.
[00:02:53.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Bei den Kindern ist man offensichtlich noch nicht so weit, dass man ihre Wesensart
zuerst erkennt und dann sie führt.
[00:03:08.160] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Schule verwendet noch häufig die Methode: one size fits all.
[00:03:12.900] – Dr.med. Ursula Davatz
Das wäre die Einheitspädagogik mit Bestrafen und Belohnen.
[00:03:18.300] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich begleite viele Familien, deren Kinder aus dem Schulsystem ausgeschieden sind
oder kurz davor sind, auszuscheiden.
[00:03:28.140] – Dr.med. Ursula Davatz
Sobald ich die Eltern entsprechend begleite und berate, dass sie lernen, mit ihren
schwierigen Kindern, ADHS/ADS Kindern besser umzugehen, tritt Ruhe ein und die
Entwicklung läuft besser ab.
[00:03:49.260] – Dr.med. Ursula Davatz
Dagmar Rösler sagt auch, man soll sich früh Hilfe holen.
[00:03:53.820] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frage stellt sich aber Hilfe wohl holen bei welchem System?
[00:04:00.440] – Dr.med. Ursula Davatz
Das traditionelle medizinische Versorgungssystem, zu welchem auch die Psychiatrie
und die Kinderpsychiatrie gehört, ist leider noch viel zu stark nur auf
Symptombekämpfung und schliesslich soziale Anpassung des "Problem-Kindes"
ausgerichtet.
[00:04:23.930] – Dr.med. Ursula Davatz
Dies wird den Fähigkeiten des Kindes nicht gerecht.
[00:04:30.620] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man sich von Fachpersonen beraten lässt als Lehrer und Lehrerin, dann wäre es
wichtig, dass man solche Fachpersonen aufsucht, die Erfahrung haben im Umgang mit
ADHS/ADS Kindern.
[00:04:51.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Dagmar Rösler erwähnt auch die Elternarbeit und wie wichtig die ist.
[00:04:58.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Dieser Aussage kann ich absolut zustimmen.
[00:05:04.710] – Dr.med. Ursula Davatz
Man muss jedoch aufpassen, dass die Eltern mit den Lehrern nicht in eine Rivalitäts-
Situation gelangen und dass eine gegenseitige Schuldzuweisung geschieht.
[00:05:17.790] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Eltern schieben den Lehrern die Schuld zu, dass sie nicht korrekt oder nicht
adäquat mit ihrem Kind umgehen.
[00:05:29.490] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Lehrer schieben den Eltern die Schuld zu, dass sie das Kind zum Beispiel zu sehr
verwöhnen.
[00:05:36.870] – Dr.med. Ursula Davatz
Beides hilft nicht weiter.
[00:05:40.200] – Dr.med. Ursula Davatz
Eltern und Lehrer müssen einen kleinsten gemeinsamen Nenner finden.
[00:05:46.710] – Dr.med. Ursula Davatz
Alles unter der Mithilfe einer Fachperson, welche sich wiederum auskennt im Umgang
mit ADHS Kindern.
[00:06:04.420] – Dr.med. Ursula Davatz
Es wird auch von der Sonderschule geredet.
[00:06:08.560] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn die Eltern nicht mehr zufrieden sind mit den Lehrern ihrer Kinder und die Kinder
ständig klagen oder nach Hause ausweichen und die Lehrer am Ende ihrer Strategie
angekommen sind, dann kommt nur noch eine Sonderschule oder Privatschule in
Frage.
[00:06:39.830] – Dr.med. Ursula Davatz
Wohlhabende Eltern suchen dann eine Privatschule auf.
[00:06:44.300] – Dr.med. Ursula Davatz
Manche der Privatschulen sind sehr kreativ und können gut mit diesen ADHS/ADS
Kinder umgehen.
[00:06:58.190] – Dr.med. Ursula Davatz
Andere haben aber auch nicht sehr viel Know-How im Umgang mit ADHS/ADS Kinder.
[00:07:04.040] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Eltern zahlen dann viel Geld und das Resultat ist nicht wesentlich besser.
[00:07:13.960] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch in den Privatschulen geht es darum, dass Eltern und Lehrer miteinander
zusammenarbeiten können, allenfalls unter der Mithilfe einer dritten Person, mit
Fachkenntnis und Erfahrung im Umgang mit ADHS/ADS Kindern.
[00:07:31.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe jedoch leider viel die Erfahrung gemacht, wenn ich als Fachperson, als
Psychiaterin und Familientherapeutin mit über 40-jähriger Erfahrung im Umgang mit
ADHS/ADS Kinder den Lehrern meine Hilfe anbieten will, dass man dann nicht sehr
offen ist für mein Know-How, sondern sich vielmehr schnell kritisiert fühlt und dann in
eine Abwehrhaltung gerät.
[00:08:14.040] – Dr.med. Ursula Davatz
Zum Thema integrative Schule, offensichtlich läuft dieses Projekt nun schon seit 20
Jahren.
[00:08:24.600] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch ich würde klar sagen integrative Schule: ja, aber die Lehrer brauchen bei diesem
Schulmodell viel mehr Unterstützung.
[00:08:39.420] – Dr.med. Ursula Davatz
Dabei pflichte ich Dagmar Rößler auch bei, dass jede Klasse zwei Lehrer haben sollte,
wie ein Kind normalerweise auch zwei Elternteile hat, damit sich diese Lehrer dann
auch austauschen können, gegenseitig beraten und das Kind allenfalls, wenn es mit
einem Lehrer nicht richtig zurechtkommt, sich auf den anderen Lehrer beziehen kann
und so die Schulsituation wieder ins Gleichgewicht kommt.
[00:09:22.320] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Gleiche passiert nun zum Teil in der Medizin, dass man in der Medizin zwei
Ärztinnen zusammen anstellt, diese dann nur noch im Teilpensum arbeiten, aber sehr
gut miteinander zusammenarbeiten.
[00:09:44.190] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben diese Situation nun ja auch mit den Eltern, die beide berufstätig sind und sich
in der elterlichen Aufgabe aufteilen, ausgleichen, ergänzen und unterstützen.
[00:10:02.430] – Dr.med. Ursula Davatz
Diesen Vorschlag von Dagmar Rösler würde ich unbedingt unterstützen.
[00:10:10.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Was die Heilpädagogen/Innen im Schulsystem anbetrifft, erlebe ich häufig auch wieder,
dass sie zu sehr medizinisch ausgebildet sind und zu wenig systemisch.
[00:10:25.390] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich hatte ein Kind, das eine Heilpädagogin an einem Tag an seine Seite gestellt
bekommen hat.
[00:10:32.860] – Dr.med. Ursula Davatz
Ausgerechnet an diesem Tag ist es nicht in die Schule gegangen, weil es sich gestört
fühlte durch seine Sonderstellung.
[00:10:43.960] – Dr.med. Ursula Davatz
Dies muss unbedingt mit berücksichtigt werden.
[00:10:52.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Schulassistenten und Schulassistentinnen sind eine gute Sache. Selbst wenn diese
keine Lehrerausbildung haben.
[00:11:02.850] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe einige Schulassistenten selbst begleitet und auch in Supervision gehabt, und
die können durchaus sehr gute Arbeit machen.
[00:11:17.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie können individueller auf das Kind eingehen und vielleicht das Kind besser
beobachten und wahrnehmen in seiner Not oder seinen besonderen Bedürfnissen.
[00:11:29.770] – Dr.med. Ursula Davatz
Dieses System würde ich durchaus ebenfalls unterstützen.
[00:11:37.240] – Dr.med. Ursula Davatz
Der häufige Lehrerwechsel ist natürlich eine Katastrophe für die Kinder, insbesondere
auch für ADHS/ADS Kinder, die häufig nicht so gerne Wechsel haben und länger
brauchen, um sich an eine neue Situation anzupassen.
[00:11:53.290] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe Kinder in meiner Praxis, die innerhalb eines Jahres oder zwei Jahren mehrere
Lehrerwechsel gehabt haben und völlig verzweifelt sind; auch die Eltern sind
verzweifelt.
[00:12:06.010] – Dr.med. Ursula Davatz
Manchmal musste man dabei dann sogar auf Home-Schooling übergehen.
[00:12:15.860] – Dr.med. Ursula Davatz
Hier kann man wieder sagen, die Lehrer müssen viel mehr Unterstützung erhalten von
entsprechenden erfahren Personen.
[00:12:25.280] – Dr.med. Ursula Davatz
Man könnte auch das Tutorensystem einführen, das ältere erfahrene Lehrer, jüngere
Lehrer begleiten und ihnen etwas Schulpraxis beibringen.
[00:12:44.620] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch gegenseitige Schulbesuche würde ich sehr unterstützen, damit Lehrer sehen, wie
andere Lehrpersonen mit schwierigen ADHS/ADS Kindern umgehen.
[00:12:56.530] – Dr.med. Ursula Davatz
So würde das Know-How im Umgang mit ADHS/ADS Kindern sich mehr verbreiten.
[00:13:06.810] – Dr.med. Ursula Davatz
Noten als Motivation für eine gute Leistung ist nur beschränkt hilfreich, da gehe ich mit
Dagmar Rössler einig.
[00:13:15.900] – Dr.med. Ursula Davatz
Noten sind an sich eine primitive Bewertung des Leistungseinsatzes für die Kinder,
insbesondere für ein lernbehindertes Kind, wie häufig ADHS/ADS Kinder auch sind,
indem sie zusätzlich eine LRS haben, Dyskalkulie oder andere neurologische
Spezialitäten.
[00:13:46.110] – Dr.med. Ursula Davatz
Idealerweise sollte das Kind mit seinem eigenen Leistungsfortschritt konfrontiert
werden und gelobt werden für jeden kleinen Fortschritt, auch wenn er noch so klein ist.
[00:14:03.590] – Dr.med. Ursula Davatz
Dies motiviert.
[00:14:06.170] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch Geld würde ich niemals für gute Noten geben.
[00:14:11.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Kinder sind von sich aus neugierig, lernbereit.
[00:14:16.490] – Dr.med. Ursula Davatz
Man darf ihre Neugier und ihre Lernbereitschaft aber nicht abstumpfen, indem man wie
gesagt, ungeschickt mit ihnen umgeht.
[00:14:29.540] – Dr.med. Ursula Davatz
Hier spielt das Thema Beschämung eine ganz wichtige Rolle.
[00:14:35.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Viele Lehrer verwenden auch heute noch die Beschämung eines Kindes als Motivation.
[00:14:43.490] – Dr.med. Ursula Davatz
Beschämung bewirkt nur Ausweichverhalten, Vermeidungsverhalten, aber niemals
Leistungsansporn.
[00:14:53.480] – Dr.med. Ursula Davatz
Beschämung sollte also total vermieden werden.
[00:15:02.550] – Dr.med. Ursula Davatz
Es wird heutzutage viel davon gesprochen, dass die Jugend immer mehr Probleme hat,
dass die Kinderpsychiater überfordert und überlastet sind, dass mehr Selbstmordraten
auftreten, usw.
[00:15:23.430] – Dr.med. Ursula Davatz
Dazu kann ich nur sagen, das medizinische Modell, das nur das einzelne Individuum
fokussiert behandelt, Symptome bekämpft, reicht niemals aus, ja ist geradezu tödlich für
Jugendliche.
[00:15:44.010] – Dr.med. Ursula Davatz
Jugendliche stecken in einer Entwicklung und zwar in der Persönlichkeitsentwicklung.
[00:15:53.190] – Dr.med. Ursula Davatz
Das jugendliche Gehirn ist zu diesem Zeitpunkt auch in einer Umbauphase.
[00:15:59.070] – Dr.med. Ursula Davatz
Man nennt es Synaptic Pruning.
[00:16:02.640] – Dr.med. Ursula Davatz
Das jugendliche Gehirn ist von dort her sehr störanfällig.
[00:16:07.440] – Dr.med. Ursula Davatz
In diesem Sinne sollten Lehrer von Jugendlichen und Eltern von Jugendlichen, die nicht
einfach problemlos durch das Schulsystem hindurch laufen, unbedingt gute
Unterstützung mit Know-How bekommen und nicht einfach Medikamente den Kindern
abgegeben werden.
[00:16:37.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch da mangelt es schließlich an entsprechend erfahrenen Fachpersonen.
[00:16:47.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Diese Fachpersonen könnten sich alle herausbilden, indem sie um Hilfe gefragt werden
und sich dann überlegen müssen, wie man weiter vorgehen könnte.
[00:17:02.220] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich bin zu 100% einverstanden mit Dagmar Rössler, wenn sie sagt: eine Investition in
unsere Zukunft, unsere Nachkommenschaft, unsere Kinder lohnt sich unbedingt und
sollte viel sorgfältiger angegangen werden.
[00:17:28.060] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn immer wieder vorgebracht wird, wir hätten kein Geld, um unsere Kinder, unsere
Schulen, unsere Lehrer entsprechend zu unterstützen, muss ich sagen: Man spart am
falschen Ort.
[00:17:44.470] – Dr.med. Ursula Davatz
Es könnten Millionen von Franken gespart werden, würde man sorgfältiger in unsere
Jugend, unsere Zukunft investieren und die Verführung der Jugend nicht nur dem
Internet überlassen.
[00:18:02.290] – Dr.med. Ursula Davatz
Lehrer haben heutzutage viel mehr Konkurrenz durch das Internet, die sozialen Medien
etc.
[00:18:09.730] – Dr.med. Ursula Davatz
Sobald der Unterricht langweilig wird, schalten die Kinder um auf ihr Handy.
[00:18:17.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Man füttert die ADHS/ADS Kinder offensichtlich nicht mit dem Stoff, den sie brauchen
oder wollen.
[00:18:25.540] – Dr.med. Ursula Davatz
Da ist das Schulsystem der allgemeinen Entwicklung, der elektronischen Entwicklung
etwas hinterher geblieben, hinkt hinterher, ist zurückgeblieben und sollte sich unbedingt
neu formatieren, neu ausprobieren und neue Methoden wagen.
[00:19:02.480] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Präventionskosten wären wenig im Vergleich zu den Reparationskosten.
[00:19:09.530] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich bin täglich mit Reparationskosten an Kindern und auch Erwachsenen, die im
Schulsystem ungeschickt behandelt wurden, konfrontiert.
[00:19:23.990] – Dr.med. Ursula Davatz
In diesem Sinne müsste man auch die Industrie dazu verpflichten, dass sie nicht nur zu
ihren Gunsten in die Jugend investiert, um gute Arbeiter für sich zu bekommen, sondern
dass sie in neutraler Weise in unsere Nachkommenschaft investiert und nicht nur in
ihren eigenen Betrieb.
[00:19:49.580] – Dr.med. Ursula Davatz
Diesbezüglich müsste politisch gesehen eine große Veränderung stattfinden und
politisch auch durchgesetzt werden.
[00:20:02.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Es werden von den Krankenkassen sogar Präventionsgelder auf die Seite gestellt, aber
wenige Leute wissen davon und nutzen sie dann auch.
[00:20:17.600] – Dr.med. Ursula Davatz
Vor Jahren waren 11 Millionen Schweizer Franken brachgelegen beim Bundesamt für
Prävention und niemand oder wenige Leute haben davon gewusst noch dies dann
genutzt.
[00:20:38.570] – Dr.med. Ursula Davatz
Diesbezüglich wäre eine Umschaltung des Geldflusses, vermehrt in die Schule und die
Prävention – eben eine moderne Schule – absolut sinnvoll und würde unserer
Gesellschaft gut tun.
[00:21:00.450] – Dr.med. Ursula Davatz
Das sind meine Worte zum Interview mit Dagmar Röseler am Sonntag, 25.2.2024.
[00:21:05.830] – Dr.med. Ursula Davatz
Schönen Sonntag!
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