Jugendliche zwischen Stuhl und Bank beim Berufseinstieg

Tagung Hochschule für Heilpädagogik, Zürich

„Zwischen Stuhl und Bank beim Berufseinstieg“

Ort: Schaffhauserstrasse 239, 8050 Zürich

„Jugend im Spannungsfeld zwischen müssen, können und wollen.

Das PDF zur Tagung: Berufseinstieg: zwischen Stuhl und Bank

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Jugend im Spannungsfeld zwischen
Müssen, Können und Wollen
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Dr. med. Ursula Davatz
http://www.ganglion.ch; http://schizo.li/

Hochschule für Heilpädagogik in Zürich
Tagung vom 29.10.2016, 09.00 Uhr – 16.30 Uhr

Berufseinstieg zwischen Stuhl und Bank

Workshop
– Die Berufsfindung ist eine der wichtigsten und weichenstellenden Ent-
scheidungen im Leben, wie auch die Partnerwahl.
– Sie findet während der Phase der Ablösung statt.
– Eltern können dabei hilfreich sein oder auch hinderlich. Dasselbe gilt
für andere erwachsene Bezugspersonen wie Lehrer, Berufsberater,
Sozialarbeiter etc.
– Die Berufswahl kann nach Chancen und Möglichkeiten in der Gesell-
schaft getroffen werden – häufig hört man dies von Berufsberatern.
– Oder sie kann nach eigenen Neigungen und Eignungen nach dem ei-
genen Talent, nach der Berufung erfolgen.
– Hier können Eltern hinderlich wirken, wenn sie ihr Kind nach den eige-
nen Wünschen und Vorstellungen zu beeinflussen versuchen oder
auch nur unbewusst beeinflussen.
– Kinder haben feine Antennen und spüren was die Eltern wollen und
was nicht.
– Sensible Jugendliche spüren es umso mehr. Ist dieser elterliche
Wunsch sehr stark, ist der Jugendliche nicht mehr in der Lage, seine
eigenen Wünsche und Begabungen wahrzunehmen, er kann dann nur
noch verneinen oder sogar psychisch krank werden.

2

– Hier setzt die Kunst des “Aufmerksam-Warten-Können“ ein, ohne die
Jugendlichen zu irgendetwas zu drängen.
– Ein Zwischenjahr, ein Praktikum oder eine Auslanderfahrung können
dann hilfreich sein.

Schlussbemerkung
– Um den hinderlichen Einfluss der Eltern etwas zu lindern oder gar
auszuschalten, sollte man immer nach den nicht verwirklichten elterli-
chen Berufswünschen fragen!
– Die Jugendlichen sollten eher dahin angehalten werden, ihren Ent-
scheid nach ihrer inneren Berufung zu treffen und nicht nach den ge-
rade aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen.

Wie umgehen mit Gewalt

10.09.2016, 09.00 bis 18.00 Uhr

(Vortrag Dr.med. Ursula Davatz 10.00-10.45h + Referentenfragen)

2. Schweizer Kongress für Adlerianische Psychologie SKAP

Ort: Konferenzzentrum Schluefweg, 8302 Kloten, Schluefweg 10

„Beratung & Coaching: Wie umgehen mit Gewalt?“

PDF: VORTRAG vom 10. September 2016 SKAP Schweiz. Kongress für Adlerianische Psychologie am 10. September 2016 in Kloten „Wie umgehen mit Gewalt und Aggression?“

Vortrag anhören:

Transkription

Diplom- und Abschlussfeier Mütterberaterinnen 2016

Diplom- und Abschlussfeier Mütterberaterinnen 2016

Ort: Mühlemattstrassse 42, 5001 Aarau

13.07.2016, 15.30 Uhr, (Ansprache Dr.med. Ursula 16.05-16.10 Uhr)

Vortrag als PDF: „Die Rolle der Mütterberatung in unserer heutigen Gesellschaft“

Transkript

Vortrag vom 13.07.2016 um 16.05 Uhr
Mütterberatung, im Careum Weiterbildung,
Mühlemattstrasse 42, 5001 Aarau
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„Die Rolle der Mütterberatung
in unserer heutigen Gesellschaft“
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Dr. med. Ursula Davatz
http://www.ganglion.ch; http://schizo.li/

– Die Mübe und Väbe hat oder sollte eine absolut zentrale Rolle in unse-
rer Gesellschaft haben, überlebenstechnisch gesehen.

– Es ist nicht mehr der Kindstod oder das Kindsbettfieber, welche das
Überleben des Menschen bedrohen.

– Es sind viel mehr die gesellschaftlichen Umstände, der permanente
Wettkampf in der globalisierten Marktwirtschaft, die Reduktion des
menschlichen Lebens auf Kennzahlen, Statistiken und Algorithmen,
mittels welcher der Mensch im Kollektiv vermessen und verwaltet wird.

– Die individuelle Entwicklung eines jeden Einzelnen, seine persönliche
Lebensgeschichte geht dabei verloren.

2

– Auch die Medizin und das Gesundheitswesen sind diesem Vermes-
sungswahn verfallen unter dem schönen „tag“ dem Begriff des TQM,
der „evidence based medicine“, der Effizienzsteigerung.

– Die Krankenkassenprämien gehen jedes Jahr in die Höhe, obwohl
man seit über 30 Jahren vom Sparen im Gesundheitswesen redet und
sich viele Ökonomen damit befassen und Tagungen und Weiterbil-
dungen über dieses Thema veranstaltet werden.

– Um im Gesundheitswesen Geld zu sparen muss man eine möglichst
gesunde Entwicklung des einzelnen menschlichen Lebens von Tag
eins an unterstützen.

– Sie als Mübe und Väbe sind die Akteure im Gesundheitswesen, wel-
che an erster Stelle in der Lage sind, der Mutter-Kind-Beziehung und
der Vater-Kind-Beziehung von Anfang an zu einem guten Start zu ver-
helfen.

– Sie unterstützen das Familiensystem in einem natürlichen kritischen
Augenblick und haben somit eine riesige präventive Funktion.

– Eine Studie aus Canada; „early intervention study“, zeigt den Spar-
effekt.

– Doch verwenden Sie dabei nicht den medizinischen Ansatz, der den
Menschen aufteilt in viele verschiedene Spezialgebiete über verschie-
dene Dysfunktionen und Krankheitsbilder.

3

– Verwenden Sie dabei ein ganzheitliches systemisches Denken, richten
Sie Ihren Blickwinkel auf das ganze Familiensystem aus, arbeiten Sie
ressourcen-, problemlösungs- und entwicklungsorientiert und be-
kämpfen Sie nicht die verschiedenen Krankheitsbilder, welche das
System in lauter Teile verfallen lassen.

– Seien Sie mutig und haben Sie keine Angst vor Futterneid und Kom-
petenzstreitigkeiten, arbeiten Sie aber auch mit den verschiedenen
Helfersystemen zusammen, denn diese gehören auch zum System,
wie die Planeten zum Solarsystem gehören.