Frauen mit ADHS leiden oft lange und leise

Frauen mit ADHS sind nicht überempfindlich – ihr Hirn funktioniert anders als das von Durchschnittsmenschen.

«Meist wird das Störungsbild bei Frauen seltener erkannt, weil ihre Symptome leiser sind», sagt Ursula Davatz. «Während Buben und Männer oft durch expressives Verhalten auffallen, also tendenziell aggressiv und laut werden, träumen weibliche Betroffene eher vor sich hin, ziehen sich in Krisensituationen zurück und richten ihre Aggression gegen innen», sagt sie.

Annabelle Frauen mit ADHS leiden oft lange und leise

Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft

PDF: Einladung Intermeeting LC VM-Zonta 06-11-18

Vortrag zum Anhören:

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Einladung Intermeeting
Zonta Engiadina und Lions Club Val Müstair
Dienstag, 06.11.2018

Ort: Hotel Helvetia, Müstair

Apéro: 19.00 Uhr

Nachtessen: 19.30 Uhr

Referat: im Anschluss, ca. 21.00 Uhr
Vortrag: Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft
Dr. med. Ursula Davatz
FMH Psychiatrie und Psychotherapie
Familiensystemtherapie nach Murray Bowen

Anmeldung: bis spätestens am 4. November 2018

Zonta Club Engiadina: a.mischol@bluewin.ch

Lions Club Val Müstair: jonandrea-grond@bluewin.ch
Tel. +41 (0)81 858 55 13

Mit Partnern/Partnerinnen

Für das Referat sind die Lehrerinnen vom Val Müstair eingeladen.

Wir freuen uns auf ein interessantes Intermeeting.

Amiaivels salüds
Zonta Club Engiadina Lions Club Val Müstair
Monica Tuena Hauenstein Gian Tschenett

Dr.med. Ursula Davatz

6.11.2018

Die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft
Audio

[00:00:01.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Ganz herzlichen Dank für die freundliche Einleitung. Jawohl, ich habe mich gefreut auf den heutigen
Abend und man hat mir das Thema frei gelassen.

[00:00:10.910] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich möchte sie alle ganz herzlich begrüssen.

[00:00:13.040] – Dr.med. Ursula Davatz
Da es ja einen Frauenclub ist, der mich eingeladen hat.

[00:00:17.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Natürlich auch im Männerclub habe ich dann das Thema gewählt: die Rolle der Frau in der heutigen
Gesellschaft.

[00:00:23.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich werde ihnen ein paar Gedanken sagen und möchte sie natürlich nachher dann auch dazu auffordern,
Ergänzungen zu machen und vielleicht auch Fragen zu stellen.

[00:00:33.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Als Einleitung sage ich, wenn man sich in der heutigen Zeit in der politischen Landschaft herumschaut,
dann sieht man nichts als Demonstrationsgebaren, von männlicher Dominanz.

[00:00:46.110] – Dr.med. Ursula Davatz
Imponiergehabe nenne ich das.

[00:00:49.530] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mann, der Pfau, der schlägt das Rad und macht Eindruck.

[00:00:55.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist ganz egal, wo man hinschaut. Man sieht es auf der ganzen Welt.

[00:01:00.900] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Patriarchat hat sich während 2000 Jahre lang verfestigt.

[00:01:06.240] – Dr.med. Ursula Davatz
Ist von Religion und Staat unterstützt worden, sanktioniert worden zementiert worden könnte ich sagen.

[00:01:15.060] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist in dem Sinn erst in den letzten also sagen wir jetzt mal 20 Jahre vielleicht auch schon etwas länger
ein bisschen angefochten worden.

[00:01:24.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Auch heute ist noch etwas ganz schwieriges.

[00:01:27.880] – Dr.med. Ursula Davatz
In den 1968 Jahren, als ich Studentin gewesen bin, habe ich so die Vorwärtsbewegung erlebt.

[00:01:37.960] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben gegen die Professoren ein bisschen demonstriert oder rebelliert.

[00:01:42.970] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauenbewegung ist auch mehr in Gang gekommen. Ich habe damals als Studentin bei der Iris von
Roten gewohnt.

[00:01:50.470] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe für sie das Geschirr abgewaschen und den roten Teppich gesaugt.

[00:01:55.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie ist eine der berühmten ersten emanzipierten Frauen gewesen, welche die Frauenbewegung in der
Schweiz sehr stark angeführt hat.

[00:02:08.660] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie ist damals noch von den eigenen Leuten aus der eigenen Reihe der Frauen selber bekämpft worden.

[00:02:16.090] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt einen Film über sie: Verliebte Feinde.

[00:02:20.030] – Dr.med. Ursula Davatz

Im Film "Verliebte Feinde" wird das noch einmal aufgezeichnet.

[00:02:22.480] – Dr.med. Ursula Davatz
Als Studentin, die bei dieser emanzipierten Frau gewohnt hat, kann ich es natürlich nicht lassen, zur
heutigen Situation ein paar kritische Gedanken zu sagen.

[00:02:35.550] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich kann die Situation nicht einfach unkommentiert lassen.

[00:02:38.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist mir ein inneres Anliegen und darum habe ich auch dieses Thema gewählt.

[00:02:44.130] – Dr.med. Ursula Davatz
Historisch möchte ich zuerst einmal sagen, kurz anschauen, ein historischer Rückblick.

[00:02:51.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Rolle der Frau in der patriarchalen Gesellschaft.

[00:02:55.930] – Dr.med. Ursula Davatz
In der patriarchalen Gesellschaft hat die Frau immer die Rolle der Mutter gehabt, die hat sie auch heute
noch natürlich.

[00:03:02.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie muss für die Kinder die schauen, für den Haushalt.

[00:03:07.560] – Dr.med. Ursula Davatz
Damals hat man gesagt, die Frau gehört einfach an Herd und ins Heim nach Hause, aber sonst hat sie
nicht zu suchen.

[00:03:17.580] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich weiss noch, als ich Latein gelernt habe in der Bezirksschule, im Pro-Gymnasium. Da hat man mir
gesagt, ja, für was lernst du Latin, das brauchst du ja nicht, Du bekommst dann sowieso mal Kinder und
Du musst kochen können.

[00:03:32.590] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mann hat die Rolle vom Geldverdiener.

[00:03:36.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man zurückgeht in die Jäger und Sammlergesellschaft. Der Mann musst jagen gehen.

[00:03:42.290] – Dr.med. Ursula Davatz
Heutzutage jagt der Mann Geld. Im Bündnerland jagt er auch noch Hirsche, nicht jeder aber einige und
das ist eine wichtige männliche Eigenschaft.

[00:03:50.680] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben hier einen Jäger.

[00:03:55.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau hat die Rolle der Mutter, zum Teil auch dem Mann gegenüber.

[00:04:01.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mann darf innerhalb von der Familie manchmal auch wieder ein Kind sein.

[00:04:05.090] – Dr.med. Ursula Davatz
Wieviele Frauen habe ich sagen gehört: mein Mann ist das dritte Kind das vierte, das fünfte Kind.

[00:04:09.900] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich muss ihn so verwöhnen und so Rücksicht auf ihn nehmen, wie auf ein Kind.

[00:04:14.270] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist ein gewisses Privileg, welches die Frau nicht hat im Haushalt, dass sie wieder wie ein kleines
Kind umsorgt wird.

[00:04:26.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Eine weitere Rolle der Frau ist die Rolle der Verführerin gewesen.

[00:04:31.440] – Dr.med. Ursula Davatz
Bei den Künstlern ist es die Muse gewesen.

[00:04:34.730] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau hat den Mann verführt oder befruchtet zu interessanten neue Gedanken, zu Kunstwerken usw.

[00:04:44.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist natürlich immer auch die Sexualität dahinter gewesen.

[00:04:48.360] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man sie ins geistige hochstilisiert, hat die Frau die Rolle von der Jungfrau gehabt.

[00:04:54.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Idol vom Idealisierten, vom nicht Erreichbaren vom Unerreichbaren.

[00:05:02.720] – Dr.med. Ursula Davatz
So ist sie natürlich viel auch dargestellt worden auf Bildern, auf Fresken, in der Kirche. Da gibt es viele
Aufzeichnungen der Frauen, wie sie verherrlicht wird als Jungfrau, also etwas ganz tolles.

[00:05:17.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Weiter hatte die Frau auch noch die Rolle gehabt von einer Ratgeberin und von der Gerechtigkeit.

[00:05:26.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Justizia, ja die römische Justizia, ist eine Frau, welche die Waage hält, links und rechts die
Waagschale.

[00:05:33.800] – Dr.med. Ursula Davatz
In diesem Sinne hat man offensichtlich die Frau als auch als gerecht wahrgenommen.

[00:05:39.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Recht ist dann zwar wieder von den Männern übernommen worden, von den Römern. Das ganze
geschriebene Gesetz ist ein Männerwerk.

[00:05:49.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, wir Frauen haben eine andere Auffassung von Gerechtigkeit.

[00:05:55.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist mehr eine Gerechtigkeit vom Herzen, eine innere Gerechtigkeit.

[00:06:01.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Offensichtlich hat man die Frau doch auch als eine Figur angeschaut, die Gerechtigkeit mit sich bringt,
die zum Rechten schaut.

[00:06:11.250] – Dr.med. Ursula Davatz

Wenn wir jetzt hier ins Bündnerland kommen und vor allem in das Val Müstair, dann hat es hier auch
Frauenbilder gehabt, die Margareta Rätia (Canzun de Sontga Margriata ).

[00:06:28.510] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben einen Lehrer unter uns, vielleicht kann man uns dann noch mehr belehren.

[00:06:33.600] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Rätia und die Helvetia, das sind auch Frauen Figuren gewesen, die man verehrt hat.

[00:06:41.480] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man sie zurückverfolgt, sind das Fruchtbarkeitsgöttinnen gewesen, die zum Rechten geschaut
haben und auch für die Fruchtbarkeit geschaut haben.

[00:06:51.310] – Dr.med. Ursula Davatz
Offensichtlich hat man der Frau auch im Patriarchat sehr nützliche Eigenschaften zugeordnet.

[00:07:01.030] – Dr.med. Ursula Davatz
Hilfreiche Eigenschaften. Wenn wir dann wieder in die moderne gehen, dann hat man gesagt, Englisch:
Behind every strong man, a strong woman.

[00:07:09.590] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn es einen guten Präsidenten gehabt hat, hat man immer auch die Präsidenten Frau hintendran
angeschaut und gesagt, der kann nur so gut sein wie auch die Frau hinter seinem Rücken.

[00:07:22.910] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt aber keinen Spruch: Behind every strong Woman a strong man.

[00:07:27.040] – Dr.med. Ursula Davatz
Diese Umkehrung, die hat man nicht gemacht und ist wahrscheinlich auch nicht so viel passiert. Es gibt
sicher einzelne Ehepaare, wo das so läuft, aber es ist nicht die Regel.

[00:07:42.870] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man weitergeht, es gibt klassische Frauen, Psychologin, Schriftstellerin, die das Buch geschrieben
hat, die Wolfsfrau und alle Frauen müssen das Buch gelesen haben.

[00:07:57.010] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist noch relativ schwierig zum lesen, ich habe es dann einmal gelesen.

[00:08:01.180] – Dr.med. Ursula Davatz
Die teilt auch wieder auf in die Jungfrau, die Mutter und die alte Waise.

[00:08:08.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Knöchelfrau, welche das Puzzle zusammensetzt, welche die Dinge zusammensetzt, so dass es dann
Sinn macht, so dass man versteht um was es geht.

[00:08:21.900] – Dr.med. Ursula Davatz
Jetzt frage ich sie, es hat ja einige Frauen hier, wollen wir Frauen erst im hohen Alter unsere Frauenrolle
als weise Frauen zur Darstellung bringen oder in die Wirkung bringen?

[00:08:40.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Wollen wir nicht schon vorher im Erwachsenenalter, also ohne dass wir schon Grossmütter sind,
ernstgenommen werden?

[00:08:49.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Dann würde ich mir die Frage stellen, was bräuchte es denn idealerweise damit die Rolle von der
emanzipierten Frau in der heutigen Gesellschaft Fuss fassen kann?

[00:09:01.150] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Gemeinde Lü ist, glaube ich, die letzte Gemeinde gewesen in der Schweiz, wo das Frauenstimmrecht
eingeführt hat, stimmt das?

[00:09:07.750] – Bemerkung 1
Das stimmt.

[00:09:08.550] – Dr.med. Ursula Davatz
Von dort her sind wir an einem wichtigen Ort.

[00:09:11.200] – Dr.med. Ursula Davatz
Als nächstes probiere ich ein wenig die Unterschiede zwischen Mann und Frau anzuschauen.

[00:09:21.540] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt ja viele Bücher meistens aus dem amerikanischen Sprachraum.

[00:09:27.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Men Are from Mars, Women Are from Venus Men. Die Männer sind vom Mars, die Frauen von der Venus.

[00:09:44.620] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man es nochmal auf Deutsch anders darstellt, heisst es: warum die Frau nicht einparken kann und
der Mann nicht über Gefühle reden.

[00:09:53.550] – Dr.med. Ursula Davatz
Ist das rein anerzogen? Haben die Mütter ihre Söhne halt so erzogen, dass sie nur so werden und die
Mädchen so, dass sie nur Kinder erziehen und am Herd bleiben können oder ist da auch etwas
angeborenes dabei?

[00:10:18.050] – Dr.med. Ursula Davatz
Unterdessen weiss man, es ist beides.

[00:10:20.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben zum Teil ein bisschen andere Hirne.

[00:10:23.390] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Männer haben im Durchschnitt ein besseres, räumliches Wahrnehmungsgefühl, also können besser
das Auto parkieren als die Frauen.

[00:10:32.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn wir manchmal Fahren und jemand ist ein bisschen mühsam beim Fahren dann sagt mein Mann
immer: das ist sicher wieder eine Frau.

[00:10:41.090] – Dr.med. Ursula Davatz
Das stimmt zum Teil und ich werde natürlich dann entsprechend wütend.

[00:10:46.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist so.

[00:10:49.280] – Dr.med. Ursula Davatz
Wahrscheinlich ist da eine Selektion passiert.

[00:10:51.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich gehe wieder zurück. Wir sind früher einmal Jäger und Sammler gewesen, bevor wir uns
niedergelassen haben als Bauern, als sesshafte Kultur.

[00:11:00.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Schweiz hat eigentlich beides.

[00:11:02.350] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir sind so ein bisschen Wanderer, wir sind noch Jäger und wir sind auch Bauern.

[00:11:05.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Speziell in den Bündner Alpen oder auch in den anderen Alpen.

[00:11:10.480] – Dr.med. Ursula Davatz
Man geht im Sommer auf das Maiensäss. Man wandert, man macht noch eine Mikromigration.

[00:11:13.130] – Dr.med. Ursula Davatz
Man hat das Wandern noch etwas beibehalten.

[00:11:20.500] – Dr.med. Ursula Davatz
In diesen Jäger und Sammler Kulturen haben die Männer gut schauen müssen und das Tier natürlich mit
dem Gewehr oder mit dem Pfeil treffen.

[00:11:29.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauen mussten das nicht.

[00:11:30.580] – Dr.med. Ursula Davatz
Da nimmt man an, da ist eine gewisse Selektion passiert, dass die Männer, die ein besseres räumliches
Wahrnehmungsvermögen gehabt haben, dass sie besser überlebt haben, weil sie halt mehr Tiere jagen
konnten und dann ihre Familie besser ernähren konnten, während die Frauen das nicht gebraucht haben.

[00:11:49.410] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir sind nicht eine Gesellschaft von Amazonen, die dann auch mit der Armbrust dargestellt werden.

[00:11:55.220] – Dr.med. Ursula Davatz
So nimmt man an, dass da eine gewisse Selektion passiert ist, dass die Männer besser überlebt haben.

[00:12:00.870] – Dr.med. Ursula Davatz
Darum können die Männer besser einparken und wir Frauen besser über die Gefühle sprechen.

[00:12:08.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mann ist fasziniert von Zahlen, Technik.

[00:12:13.710] – Dr.med. Ursula Davatz
Schon die kleinen Buben nehmen eher Gegenstände wahr und wollen mit diesen spielen, während die
kleinen Mädchen schon auf das Gesicht reagieren.

[00:12:23.960] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Babys, Baby-Mädchen reagieren mehr auf das Gesicht und Buben mehr auf Gegenstände, auf die
Technik.

[00:12:32.950] – Dr.med. Ursula Davatz
Vor den Emotionen schrecken die Männer oft zurück.

[00:12:40.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn es schwierig wird, dann überlassen sie es lieber der Frau.

[00:12:45.500] – Dr.med. Ursula Davatz
So hat ein Psychiater, der mein Ausbildner gewesen ist, gesagt: Wenn es schwierig wird, geht er lieber
wieder arbeiten und dann kann dann die Frau mit den Kindern umgehen.

[00:12:58.150] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Männer sind fasziniert von Technik, von künstlicher Intelligenz, von Mathematik natürlich.

[00:13:09.070] – Dr.med. Ursula Davatz
Da kann das so weit gehen, dass die Männer so fasziniert sind, dass sie das Lebendige übergehen.

[00:13:17.130] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie sind so fasziniert von irgendeiner Idee, dass sie das Leben sogar dafür Opfern. Im alten Griechentum
sind unter solchen Umständen sogar Menschenopfer vollbracht worden.

[00:13:38.020] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, das würde uns Frauen sehr schwer fallen. Das könnten wir nicht.

[00:13:42.880] – Dr.med. Ursula Davatz
Da wird der männliche Geist zum Teil wie davon getragen, dass er keine Grenze mehr kennt und dass er
auch das Leben hintendran stellt.

[00:13:53.880] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir Frauen stehen eher für das Lebendige ein, für das Bewahren und das Überleben natürlich.

[00:14:03.350] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn es um Emotionen geht und das habe ich selber in meiner Ausbildung als Ärztin erlebt.

[00:14:11.850] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn es um Emotionen geht, verwendet der Mann häufig die Emotionen nur um seine patriarchale Macht
zu demonstrieren.

[00:14:19.390] – Dr.med. Ursula Davatz
Das heisst, er schimpft, ruft aus, er lässt einen Zornanfall raus.

[00:14:25.820] – Dr.med. Ursula Davatz
Dann sagt man aber nicht, du bist ein dreijähriges Kind, sondern man sagt: Aha, du bist der Chef und
darum kannst du dir das leisten und man muss sich dem dann unterordnen.

[00:14:35.130] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe natürlich viele Frauen erlebt, die unter solchen Chefs dann sich geduckt haben.

[00:14:41.220] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau hat dann wieder die Tendenz sich anzupassen, sich unter zu ordnen, eher zu dienen, dem
Frieden zuliebe.

[00:14:49.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Am schlimmsten wird es, wenn der Mann narzisstisch gekränkt wird, dann kann er zum Mörder werden
oder zum Krieger.

[00:14:58.960] – Dr.med. Ursula Davatz
Er kriegt in der Verletzung.

[00:15:00.930] – Dr.med. Ursula Davatz
Da bringe ich immer das Beispiel vom Adolf Hitler. Der ist beleidigt gewesen, weil er es nicht geschafft
hat, in die Kunstakademie aufgenommen zu werden in München. Er hat es sogar zweimal probiert und
was hat er gemacht einen Weltkrieg.

[00:15:15.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, eine Frau würde das nie machen. Das ist ein Davontragen einer Idee, von einer Beleidigung.

[00:15:22.630] – Dr.med. Ursula Davatz

Wenn ein Mann in der Ehe gekränkt wird, dann passiert leicht Mord und schlussendlich auch noch
Selbstmord.

[00:15:32.020] – Dr.med. Ursula Davatz
Nichts gefährlicheres als ein gekränkter Mann. Das ist, wie soll ich sagen, das ist die narzisstische
Verletzung, die wir Frauen uns auch merken müssen.

[00:15:45.770] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir können natürlich die Männer auch verletzen.

[00:15:48.940] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn wir unsere Männer oder irgendeinen Mann verletzen, dann kann es gefährlich werden.

[00:15:53.950] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinn ist das etwas ganz wichtiges, das man sich hinter die Ohren schreiben muss.

[00:16:01.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau interessiert sich mehr für das Leben, für das natürliche Wachstum, für alle lebendigen Prozesse.
Für Dinge, für Sachen, die vielleicht nicht unbedingt rational beweisbar sind. Ich sage, vielleicht noch
nicht beweisbar sind.

[00:16:20.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man ein Wort dafür verwenden will, nennt man das dann jeweils Esoterik oder auch Transzendenz.

[00:16:27.300] – Dr.med. Ursula Davatz
Dinge, die nicht so ganz fassbar sind, die noch so ein bisschen intuitiv nur wahrgenommen werden
können.

[00:16:36.010] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau ist viel selbstsicherer im Umgang mit den Gefühlen.

[00:16:39.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn es schwierig wird, das passiert auch in grossen Betrieben, wenn ein Betrieb Schwierigkeiten hat,
dann hat man die Tendenz eine Frau zu wählen, die kann dann den Stall ausmisten.

[00:16:53.700] – Dr.med. Ursula Davatz
Dann muss niemand sonst die Verantwortung übernehmen.

[00:16:57.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Es läuft ein bisschen so.

[00:16:58.890] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe am Anfang von der Politik geredet und wie alle die Politiker sich demonstrieren, also männliche
Machtdemonstrationen machen.

[00:17:08.230] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man in der Zeitung von der Angola Merkel redet, dann ist sie das Mami Merkel und ja sie kann jetzt
langsam abdanken.

[00:17:15.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Man redet oft wenig von dem, was sie geleistet hat.

[00:17:19.440] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie muss sich nicht brüsten, wie das oft bei den Männern der Fall ist.

[00:17:26.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau ist wie gesagt selbstsicher im Umgang mit den Gefühlen.

[00:17:31.140] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie wird unter Stress eher emotional. Sie bricht in Tränen aus.

[00:17:37.940] – Dr.med. Ursula Davatz
Tränen sind Ableitungen von Stress Hormonen, das heisst indem man weinen kann, geht der Stress ein
bisschen runter und dann muss man dann keinen Krieg führen.

[00:17:47.200] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie fühlt sich aber auch eher als Opfer und stellt sich dann schwach dar.

[00:17:51.690] – Dr.med. Ursula Davatz
Das haben wir jetzt auch ein bisschen gesehen in dieser Metoo-Bewegung.

[00:17:55.060] – Dr.med. Ursula Davatz
Viele Frauen denen Unrecht widerfahren ist, haben sich als Opfer dargestellt und das ist dann auch
wieder kritisiert worden.

[00:18:06.400] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mann neigt eher zum Wettkampf zum Konkurrenzkampf.

[00:18:18.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau ist eher interessiert an der Kooperation.

[00:18:22.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie tut vielleicht wettkämpfen über ihre Schönheit. Das ist bekannt.

[00:18:28.350] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn nur Frauen zusammen sind, sind sie eigentlich vielmehr interessiert an der Kooperation, am
Lebenserhaltenden, am Zusammenarbeiten.

[00:18:38.810] – Dr.med. Ursula Davatz
Was für eine Veränderung bräuchte es in der heutigen Gesellschaft, dass die Frauen gleichwürdig
wahrgenommen werden können.

[00:18:50.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Nicht gleichwertig. Das sind wir nicht. Wir sind unterschiedlich.

[00:18:53.890] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe ja probiert, die Unterschiede ein bisschen aufzuzeigen.

[00:18:57.340] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir sind gleich würdig und gleich wichtig.

[00:19:00.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Was bräuchte es, dass die Frau gleich würdig, gleich wichtig wahrgenommen werden kann in der
heutigen Gesellschaft?

[00:19:11.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, die Frau muss in der heutigen Gesellschaft vermehrt sich einsetzen für alles Lebendige fürs
das Leben erhaltende.

[00:19:21.400] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie muss dafür eintreten, für die lebendige Entwicklung, auch für den Schutz von Lebensräumen.

[00:19:28.290] – Dr.med. Ursula Davatz
Da würde zum Beispiel auch Freizeit dazu gehören. Die gesunde Entwicklung von den Kindern und für
einen wohlwollenden Umgang mit Beziehungen.

[00:19:40.220] – Dr.med. Ursula Davatz
Das heisst, dass der Umgang mit Beziehungen nicht nur auf Konkurrenz basiert, wer ist der Beste, der
Tollste, der Schnellste, der Gescheiteste, der Reichste, sondern auch auf dem Zusammenleben und dem
gegenseitigen ergänzen.

[00:19:54.030] – Dr.med. Ursula Davatz
Die berühmte Primatenforscherin Jane Goodall, die ist jetzt 84 oder so, die hat viele Forschungen mit
Schimpansen, Gorillas und so weitergemacht.

[00:20:07.290] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie fragt, warum ist es so weit gekommen, dass das gescheiteste Wesen auf dieser Welt, das ist der
Mensch, der homo Sapiens, dass der so dumm ist, dass er seine Habitat, seine Welt zerstört. Irgendwie
muss man doch sehen, dass das nicht so weitergehen kann, da muss sich etwas ändern.

[00:20:33.510] – Dr.med. Ursula Davatz
Ein gewisser Wandel sieht man im Medizinstudium, das heisst wo ich noch studiert habe, sind wir Frauen
vielleicht 1/5 gewesen. Alles andere sind die Männer gewesen.

[00:20:46.760] – Dr.med. Ursula Davatz
Heutzutage melden sich über 50% Frauen für das Medizinstudium an.

[00:20:54.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Die meisten machen es fertig.

[00:20:57.330] – Dr.med. Ursula Davatz
In gewissen Berufen hat es auch immer noch mehr Frauen.

[00:21:01.790] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn es dann weiter hinaufgeht, dann sind sofort wieder die Männer an oberster Stelle.

[00:21:09.740] – Dr.med. Ursula Davatz
Bei den Chefärzten gibt es vielmehr Männer.

[00:21:12.630] – Dr.med. Ursula Davatz

In der Forschung sind es mehr Männer.

[00:21:16.360] – Dr.med. Ursula Davatz
In diesem Sinn wird der Geist der Medizin auch immer noch sehr stark von den Männern beherrscht.

[00:21:23.790] – Dr.med. Ursula Davatz
Da kann man sich fragen, warum?

[00:21:25.440] – Dr.med. Ursula Davatz
Wo sind denn die Frauen und was machen sie?

[00:21:28.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe letzthin in einer medizinischen Zeitung gelesen, wo ein Mann, ein männlicher Arzt sagt: wenn
jetzt mehr Frauen in die Medizin reinkommen, dann müsste ja einfach der patriarchale Geist, der mehr
kompetitiv und Konkurrenz kämpferisch ist, müsste ein bisschen mehr Schwenken auf die
Zusammenarbeit.

[00:21:52.690] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, zum Teil passiert das schon, aber ich meine, wir sind noch ein weiter Weg weg, das könnte
noch wesentlich besser werden.

[00:22:04.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Speziell auch im Forschungsansatz, wie untersucht wird, für was Geld gesprochen wird.

[00:22:11.520] – Dr.med. Ursula Davatz
Dort kommt der männliche Geist wieder sehr stark durch, also das männliche Denken.

[00:22:20.590] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn ich nochmal eine Eigenschaft des Mannes anschaue: ich habe ja zuerst gesagt, er ist Jäger
gewesen.

[00:22:27.970] – Dr.med. Ursula Davatz
Wo man sich dann niedergelassen hat und ein Territorium um sich herum abgegrenzt hat, dann
übernimmt der Mann den Kampf, den Dominanzkampf für das Territorialverhalten.

[00:22:40.710] – Dr.med. Ursula Davatz
Er verteidigt sein Territorium, seinen Garten. Da gibt es natürlich dann Konfrontationen.

[00:22:47.600] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauen würden eher einen Garten miteinander bestellen. Wenn man es miteinander macht, haben wir
eigentlich mehr davon.

[00:22:55.000] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinn sagt auch Jane Goodall: alle Lebewesen auf dieser Welt haben einen Platz und jeder erfüllt
seine Funktion.

[00:23:04.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Es sterben aber immer mehr Arten heutzutage aus dank dem, dass der Mensch immer mehr erobert und
alles ein bisschen vertreibt und in dem Sinn zerstört er halt auch die Habitat von dem Globus.

[00:23:21.000] – Dr.med. Ursula Davatz
So müsste die Frau mehr mit ihrem Sorgeverhalten, mit ihrem Pflegeverhalten hervor treten.

[00:23:29.740] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn wir nochmal einen Unterschied anschauen, die Männer halten die Hierarchie eher ein, sie machen
auch viel schneller Hierarchien, während die Frauen die Hierarchien oft wieder durcheinander werfen.

[00:23:42.150] – Dr.med. Ursula Davatz
Man hat Studenten in einen Raum getan, nur Männer im ersten Raum, im anderen nur Frauen. Die
Männer haben relativ schnell ihre Hackordnung hergestellt und ein Alphatier ausgewählt.

[00:23:53.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauen haben immer wieder gewechselt und sind lange nicht so schnell gewesen mit irgendeiner
Hierarchie herstellern.

[00:24:00.710] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie stellen viel flachere Hierarchien her.

[00:24:03.920] – Dr.med. Ursula Davatz
So sagt man auch in der Business-Sprache: Eine Matrix-Organisation abgeleitet von der Frau. Das wäre
eine flache Hierarchie.

[00:24:13.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Jetzt probiere ich nochmals ein bisschen die Frau zu betonen.

[00:24:21.250] – Dr.med. Ursula Davatz

Wie würde eine gleichwertige Rolle der Frau aussehen?

[00:24:26.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Was müsste man von ihr verlangen?

[00:24:30.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Da komme ich wieder auf unsere Welt.

[00:24:32.910] – Dr.med. Ursula Davatz
In dieser globalisierten Welt, in der wir heutzutage leben, werden Waren ausgetauscht. Es werden
Informationen ausgetauscht, also Kommunikation und es besteht ein Wettkampf.

[00:24:46.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Man redet zwar von Win-Win-Situationen. Man probiert, dass beide davon etwas haben, aber es ist doch
eine Kampfsituation.

[00:24:56.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben aber nur eine Welt.

[00:24:59.320] – Dr.med. Ursula Davatz
Emmanuel Macron hat das letzthin so gesagt. Wir haben nur ein Globus und es gibt keinen Plan B für
einen anderen Globus. Wir können nicht auf den Mars auswandern, nicht auf den Mond und auf irgend
einen anderen Stern.

[00:25:14.420] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinn gibt es eigentlich auch kein Territorialverhalten mehr. Wir müssen eigentlich alle zu dem
einen Globus Sorge tragen und schauen, dass jeder seinen Platz hat und dass wir einander nicht die
Dinge wegreissen oder uns gegenseitig zerstören müssen.

[00:25:34.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Territorialverhalten ist in dem Sinn obsolet ist überholt.

[00:25:38.820] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben nur ein Nest, das wir verteidigen können und das ist die ganze Erde.

[00:25:44.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauen müssten von dort her mehr offiziell eintreten für das ethisch korrekte Verhalten.

[00:25:57.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich sage jetzt wieder für Menschenrechte, das wäre die Justizia, wie sie eigentlich einmal eingesetzt
worden ist von den Römern.

[00:26:03.540] – Dr.med. Ursula Davatz
Für die Zusammenarbeit. Sie müssten die Rolle der Justiz ja aktiver übernehmen.

[00:26:11.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Margareta Rätia könnte ich auch wieder zitieren, die Fruchtbarkeitsgöttin.

[00:26:16.920] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinne aber nicht nur fruchtbar im Sinne von Leben vermehren, sondern fruchtbar auch alles
übrige Lebendige erhalten wollen.

[00:26:29.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Eine weibliche Weisheit. Sie müsste sich nicht nur hinter dem Mann verstecken: Behind every strong Man
a strong Women.

[00:26:41.400] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Iris von Roten hat das genau umgekehrt gesagt: die Frau ist nur schon viel Wert wie der Mann wert
ist. Wenn der Mann ein neun ist und dann ist die Frau ein 0, dann macht sie aus einem Mann eine 90.
Wenn der Man eine fünf ist und die Frau ist eine 0 macht sie 50 draus.

[00:26:58.730] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn er wegfällt, ist sie eine null.

[00:27:02.490] – Dr.med. Ursula Davatz
Das darf natürlich nicht mehr so sein wie zur Zeit von der Iris Von Roten. Wir müssten einen Eigenwert
haben und uns auch selber darstellen.

[00:27:13.660] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau muss auf eine Art ein gleichwertiges Gegenüber zum Mann sein.

[00:27:16.180] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie muss ihren Standpunkt vertreten können.

[00:27:22.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Theorien werden vielmehr von Männern gemacht und auch verbreitet.

[00:27:26.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Es werden vielmehr Bücher von Männern geschrieben. Da müssten die Frauen ein bisschen mehr hervor
treten und auch ihren Standpunkt vertreten.

[00:27:37.910] – Dr.med. Ursula Davatz
Das was sie vertreten, muss nicht bis in die letzte Logik verteidigt sein.

[00:27:44.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Logik kann einem auch irreführen. Das wird im Faust gezeigt. Der Mephistos ist der Intellekt und der
führt einem eigentlich eher ins Dickicht, ins Offside.

[00:27:54.360] – Dr.med. Ursula Davatz
Ein weiterer Punkt ist noch: Frauen scheuen oft vor Macht zurück.

[00:28:04.220] – Dr.med. Ursula Davatz
Frauen assoziieren Macht immer mit negativer, also mit destruktiver Macht, so wie z.B. Krieg usw., mit
Destruktivität.

[00:28:13.090] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie assoziieren die Macht sofort mit Machtmissbrauch.

[00:28:19.790] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinn sage ich, die Frauen müssten weniger Angst haben vor der Macht. Sie müssten die Macht
ergreifen. Ich sage eine positive am Macht, im Sinne von Verantwortung übernehmen.

[00:28:33.880] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie müssten den Mut haben, Macht zu übernehmen und Verantwortung zu übernehmen. Ich könnte jetzt
sagen: Schutzmacht um für das Weibliche einzutreten.

[00:28:44.330] – Dr.med. Ursula Davatz
Frauen müssen auch in den Konflikten standhaft bleiben, das heisst, nicht gerade wieder sich anpassen
oder zurückweichen, wenn ein bisschen ein scharfer Wind entgegen bläst, sondern für die Sache auch
eintreten und sich nicht ablenken lassen.

[00:29:09.080] – Dr.med. Ursula Davatz
Da zitiere ich einen Spruch vom Antoine de Saint-Exupéry, der Autor vom Petit Prince.

[00:29:12.730] – Dr.med. Ursula Davatz
Er sagt: On ne voit bien qu'avec le coeur.

[00:29:13.200] – Dr.med. Ursula Davatz
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Herz schaut anders. Das ist nicht intellektuell, das ist eine
Intuition.

[00:29:28.410] – Dr.med. Ursula Davatz
Gerade vor Kurzem habe ich in einem Artikel gesehen, man sagt den Frauen, sie müssten wieder
vielmehr auf ihre Intuition hören.

[00:29:38.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich erlebe so viele Frauen in der Sprechstunde, die sagen, ich habe schon lange gemerkt, dass mein
Kind so ein bisschen anders ist, schwierig ist.

[00:29:46.290] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Arzt hat gesagt, sie machen das falsch und man müsste es so machen.

[00:29:53.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt viele gescheite Bücher über die Erziehung heutzutage, die zum Teil die Frauen völlig verwirren.

[00:29:59.380] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinn sage ich, die Frauen müssten auch mehr ihrer Intention Vertrauen, nach dem Spruch von
Antoine de Saint-Exupéry.

[00:30:08.690] – Dr.med. Ursula Davatz
Frauen müssten lernen nicht nur mit ihrem Sex-Appeal zu kämpfen, sondern auch mit ihrem Geist und
mit ihrem Herz.

[00:30:21.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Man sieht nur mit dem Herzen gut.

[00:30:26.180] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie müssen sich nicht verführen lassen vom männlichen Geist oder sie müssen diesen verführten
Männern, vom männlichen Geist verführten Männern, müssten sie ein Gegenüber sein und quasi wieder
die Augen öffnen. Das wäre dann vielleicht auch die Justitia

[00:30:41.060] – Dr.med. Ursula Davatz

Als Schlussfolgerung sage ich: als Zimmermädchen von der Iris von Roten, eine der ersten
Frauenkämpferinnen, möchte ich alle Frauen dazu auffordern, dass sie nicht gegen das Patriarchat
kämpfen.

[00:30:57.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist 2000 Jahre lang gewesen, gegen das muss man gar nicht kämpfen.

[00:31:01.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Dass sie ein würdiges, weibliches gegenüber sind dem Patriarchat, das schon 2000 Jahre gelebt hat.

[00:31:11.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Im Kleinen, wie im Grossen.

[00:31:13.620] – Dr.med. Ursula Davatz
Das muss nicht immer nur im grossen sein, dass wir uns den Mut und die Kraft geben, dass wir uns dem
Patriarchat gegenüber präsentieren dürfen und uns vertreten.

[00:31:26.850] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Biosphäre ist ein frauliches Interesse, ein weibliches Thema.

[00:31:35.520] – Dr.med. Ursula Davatz
Aus dem Grund, habe ich diesen Vortrag auch so gewählt.

[00:31:39.500] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinne sage ich, es lebe die Margareta Rätia, die Fruchtbarkeitsgöttin, die hat ja dem Kanton
Graubünden den Namen gegeben.

[00:31:48.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Am Schluss möchte ich noch persönlich Bezug nehmen auf meine Frau/Mann Beziehung.

[00:31:55.700] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, wir haben das Leben lang, mein Mann und ich, miteinander gekämpft. Wir haben aber auch
immer wieder zusammengearbeitet.

[00:32:03.290] – Dr.med. Ursula Davatz
In diesem Sinn sind wir jetzt daran, ein Projekt in St. Maria zu verwirklichen.

[00:32:10.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Ein Museum für seine künstlerischen Werke, wo die einmal ausgestellt werden sollten.

[00:32:17.140] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn ich seinen Werken irgendeinen Namen oder Bezeichnung oder Beschreibung geben darf, würde
ich sagen, es ist eine organische Kunst.

[00:32:27.250] – Dr.med. Ursula Davatz
In der Kunst wird ja vieles gemacht.

[00:32:30.060] – Dr.med. Ursula Davatz
Gerade die moderne Kunst hat zum Teil auch etwas sehr kritisches und zerstörerisches und so ein
bisschen die Tendenz an den Rand der Schmerzgrenze zu gehen.

[00:32:41.630] – Dr.med. Ursula Davatz
So sehe ich seine Kunst überhaupt nicht, sondern sie ist sehr organisch, lebendig, prozessorientiert und
in dem Sinn tue ich sie auch sehr gerne unterstützen.

[00:32:54.080] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir werden das nächste Jahr unsere goldene Hochzeit feiern.

[00:32:57.730] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben schon 50 Jahre lang gekämpft und auch zusammengearbeitet.

[00:33:04.000] – Dr.med. Ursula Davatz
An unserer silbernen Hochzeit habe ich gesagt, weil ich unter vier Mädchen aufgewachsen bin, habe ich
25 Jahre lang probiert, aus meinem Mann eine Frau zu machen, damit es dann einfacher ist zum
Umgehen.

[00:33:14.920] – Dr.med. Ursula Davatz
Dann habe ich gemerkt, dass das nichts bringt und jetzt bin ich lieber ein Gegenüber und das macht es
viel interessanter.

[00:33:22.750] – Dr.med. Ursula Davatz
In dem Sinn möchte ich sie dazu auffordern, als Frau mit den Männern zusammenzuarbeiten und ein
ebenbürtiges Gegenüber sie und für sich einstehen und für seine Werte einzustehen.

[00:33:36.610] – Dr.med. Ursula Davatz

Nicht mehr als Suffragette gegen das Patriarchat kämpfen, sondern das andere errichten.

[00:33:43.100] – Dr.med. Ursula Davatz
Es ist nicht ein altes Matriarchat. Vor dem Patriarchat gab es für ungefähr 25’000 Jahre ein Matriarchat.

[00:33:51.360] – Dr.med. Ursula Davatz
Zu dem wollen wir nicht zurück. Wir sind jetzt moderne Frauen, wir sind jetzt ein Gegenüber und wir
brauchen beides.

[00:33:59.790] – Dr.med. Ursula Davatz
Mit diesen paar Worten möchte ich enden.

[00:34:03.430] – Dr.med. Ursula Davatz
Wer macht eine Ergänzung oder stellt eine Frage?

[00:34:19.250] – Bemerkung 1
Kannst Du bitte einmal die emanzipierte Frau genau beschreiben?

[00:34:19.530] – Dr.med. Ursula Davatz
Die meisten heutigen Frauen arbeiten Teilzeit. In dem Sinn erfüllen die Frauen ganz viele Rollen.

[00:34:38.980] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie sind dann Berufsfrauen, sind die Mutter der Kinder, sie sind Partnerinnen und sie müssen noch den
Haushalt führen.

[00:34:46.200] – Dr.med. Ursula Davatz
Viele Frauen sind da oft überfordert oder ständig am Limit und immer mit der Zunge heraus hängend.

[00:34:54.340] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, da müssen sie noch mehr den Mann auch wieder hineinholen, dass er halt mitträgt.

[00:35:02.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Wer da sehr feindlich ist, ist die unsere Wirtschaft, weil die das oft nicht erlaubt, dass der Mann mehr
auch zu Hause funktionen übernimmt, die Verantwortung übernimmt.

[00:35:16.270] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, man muss man muss dafür kämpfen.

[00:35:20.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Die heutige Frau muss oft noch sehr viel machen und hat dann wenig Zeit für sich.

[00:35:26.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, die jungen Frauen lernen es immer besser.

[00:35:30.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe Ärzte in höherer Position beraten.

[00:35:35.960] – Dr.med. Ursula Davatz
Deren ihre Frauen haben immer geklagt, dass der Mann nie da ist.

[00:35:40.850] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe dann die Ärzte darin unterstützen müssen, dass sie sich einfach in ihrer Agenda reinschreiben,
dass sie so und so viel halt dann nicht am Arbeitsplatz sind, sondern zu Hause.

[00:35:51.640] – Dr.med. Ursula Davatz
Zum Teil muss man da die Männer auch fast dazu prügeln, dass sie das machen.

[00:36:02.060] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Pflege zuhause und die Arbeitsteilung zuhause bringt natürlich nicht den Ruhm wie was man
draussen in der Wirtschaft macht.

[00:36:14.680] – Bemerkung 1
Ich stelle einfach auch fest, dass heutzutage wenn man jetzt halt bei den Kindern schon schaut, dort sind
die Buben auch überfordert.

[00:36:25.420] – Bemerkung 1
Die Mädchen, Frauen, werden überall gefördert, tun sich auch behaupten. Die Knaben werden ein
bisschen auf der Seite gelassen.

[00:36:39.210] – Bemerkung 1
Das ist auch nicht eine gute Entwicklung.

[00:36:44.220] – Dr.med. Ursula Davatz
Nein. Ich habe viele Vorträge gemacht für Erzieher und Elternvereinigungen.

[00:36:49.950] – Dr.med. Ursula Davatz
Oft habe ich auch mit Frauen gesprochen. Die Frauen hatten immer Mühe mit den Jungs, welche
aggressiv sind. Die wollten aus den Knaben auch immer ein bisschen Mädchen machen.

[00:37:00.490] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe gesagt, wir müssen aufpassen, dass wir aus den Buben nicht Mädchen machen.

[00:37:04.020] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Schulsystem ist auch ein Problem.

[00:37:06.740] – Dr.med. Ursula Davatz
Es sind alles Frauen. Die Kindergärtnerinnen sind Frauen. In der Unterstufe sind meistens Frauen,
wenige Männer. Man redet dann manchmal auch von der vaterlosen Gesellschaft.

[00:37:16.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir müssen die Männer auch wieder mehr in die Familie hineinbringen, dass sie Verantwortung zuhause
übernehmen, dass sie ein Vorbild für die Kinder sind, sonst haben die Buben gar kein Vorbild.

[00:37:28.820] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir Frauen müssen dann auch abgeben können.

[00:37:32.140] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich erlebe natürlich auch einige Frauen, die sagen ich mache es lieber selber dann weiss ich, dass es
Recht gemacht ist.

[00:37:38.520] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir Frauen, wir Mütter haben manchmal auch so ein bisschen Megalomanie, wir meinen, wir müssen
alles im Griff haben können. Hier müssen wir auch abgeben können.

[00:37:50.560] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist vielleicht ein Teil wo die Frau lernen muss, dass sie vom pflegenden und strukturierende zu Hause
auch etwas dem Mann abgibt, dass der Mann den Platz einnehmen darf, dass er nicht nur hinein geholt
wird für die Bestrafung und für das Geld.

[00:38:10.280] – Bemerkung 1
Wenn es so viele Ein-Frauen-Familien gibt, das ist ein bisschen ein Problem.

[00:38:18.570] – Dr.med. Ursula Davatz
Die alleinerziehende Frau.

[00:38:21.820] – Dr.med. Ursula Davatz
Da muss man schauen, dass die Kinder andere Bezugspersonen haben, männliche Bezugspersonen.

[00:38:29.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn ich mit solchen Systemen arbeite, dann versuche ich auf das zu achten, dass sie andere,
stellvertretende, männliche Bezugspersonen hineinholen.

[00:38:44.820] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt eine Organisation, die Caritas, das heisst «mit mir» Patenschaften, da kann man Göttis
organisieren.

[00:38:49.880] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe so eine Frau gehabt mit zwei Buben, die hat sich die Göttis organisiert. Der Götti der hat eine
super gute Rolle eingenommen in dieser alleinerziehenden Familie.

[00:39:07.040] – Bemerkung 1
Auch wir Frauen müssen das etwas lernen.

[00:39:09.020] – Dr.med. Ursula Davatz
Ja, wir Frauen müssen da auch lernen abzugeben, dem Mann zu vertrauen.

[00:39:17.560] – Dr.med. Ursula Davatz
Wie viele Frauen haben Angst: ich kann das Baby dem Mann nicht gegeben, der lässt es fallen oder der
macht es falsch. Das stimmt nicht.

[00:39:23.410] – Dr.med. Ursula Davatz
Man sieht aber heutzutage auch viel mehr Männer mit dem Baby auf dem Bauch herumlaufen und so
weiter.

[00:39:29.020] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir Frauen müssen hier abgeben können.

[00:39:31.430] – Bemerkung 2

Ich denke, wir müssen wirklich auch anerkennen was die Männer alles gemacht haben in den letzten
Jahrzehnten, wie sie sich einsetzen für die Kinder und da sind für die Kinder, neben ihrem Beruf auch im
Haushalt helfen, die Kinder betreuen usw.

[00:39:42.140] – Dr.med. Ursula Davatz
Schön. Ja, ich denke, da hat schon vieles geändert. Früher hat man das überhaupt nicht gesehen, dass
sich Männer so viel für die Kinder eingesetzt haben.

[00:40:12.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Heute hat da schon viel geändert. Männer setzen sie sich stark für Kinder ein.

[00:40:17.910] – Dr.med. Ursula Davatz
Auf der höheren Ebene kommt dann wieder der männliche Geist. Dort hat es wenige Frauen, welche sich
durchsetzen. Leider.

[00:40:28.240] – Bemerkung 2
Ich sehe das schon. In solchen Gremien und Diskussionen wird oft der Mann als untätig, unwissend
dargestellt. Wir müssen respektieren, was der männliche Teil in einer Familie ist, alle egozentrischen und
narzisstischen Seiten eingerechnet.

[00:41:01.880] – Dr.med. Ursula Davatz
Ja, ich denke, es ist wichtig, dass die Frau dem Mann im Haushalt oder im Familienumkreis auch den
Platz lässt. Dass sie nicht die Haltung hat, der Mann ist mein Diener also er muss es so machen wie ich
will.

[00:41:21.400] – Dr.med. Ursula Davatz
Ein Mann macht es mit den Kindern meistens anders und vielleicht schaut er nicht auf das gleiche.

[00:41:27.290] – Dr.med. Ursula Davatz
Da muss ich dann den Frauen manchmal auch immer sagen, vertrauen sie dem Kindesvater. Er ist ja
schliesslich der Vater vom Kind, er macht das schon recht. Er macht das anders, aber er darf es anders
machen.

[00:41:39.270] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt nicht nur den einzigen Weg der Frau. Da muss man die Frauen oft zurückholen. Das stimmt.

[00:41:48.230] – Dr.med. Ursula Davatz
Da müssen wir Frauen auch lernen.

[00:41:51.770] – Bemerkung 3
Wenn wir wieder auf eine höhere Stufe im Berufsumfeld gehen, dass man dort weniger Frauen antrifft in
diesen sehr hohen Positionen. Je höher man geht, desto dünner wird es für die Frauen. Was für Gründe
sehen sie dafür?

[00:42:15.460] – Bemerkung 3
Unsere Strukturen sind sehr lange patriarchal und hierarchisch aufgebaut gewesen.

[00:42:31.000] – Bemerkung 3
In Amerika hat man schon Tendenzen gehabt von flacheren Hierarchien, im alten Europa ist das sehr
lange ein Fremdwort gewesen.

[00:42:38.340] – Bemerkung 3
Das ist mit ein Grund, dass dann die Strukturen aufgebrochen werden, dass man eben auf Frauenart
führen kann und nicht auf eine männliche Art. Das braucht auch seine Zeit. Müsste man das
Organigramm im Unternehmen anpassen?

[00:42:58.850] – Dr.med. Ursula Davatz
Zum Teil hat man ja dort Veränderungen gemacht. Schlussendlich sind dann immer wieder die Männer
hineingekommen.

[00:43:07.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man Frauen fragt, warum bewerben sie sich nicht für diesen Job oder so? Dann sagen sie oft, mir
ist es zu mühsam so zu kämpfen.

[00:43:16.640] – Dr.med. Ursula Davatz
Den Männern ist es nicht zu mühsam, die sind angetrieben.

[00:43:21.090] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, wenn wir einen weiblichen Geist durchbringen wollen, müssen wir manchmal halt auch
kämpfen und müssen gewisse Sachen auf uns nehmen.

[00:43:31.280] – Dr.med. Ursula Davatz
Da gibt es bis jetzt noch nicht so viele Frauen, die das machen.

[00:43:36.140] – Dr.med. Ursula Davatz
Diejenigen Frauen, welche dann in die obere Charge gehen, die imitieren dann oft wieder den Mann.

[00:43:41.350] – Bemerkung 3
Genau, die Frauen übernehmen dann das Modell der männlichen Hierarchien und die sind dann
erfolgreich.

[00:43:53.640] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe mich oft gefragt, als ich so ja ein paar Leute unter mir gehabt habe: was ist eigentlich der
weibliche Führungsstil. Ich habe mich immer wieder gefragt.

[00:44:01.700] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, man müsste unbedingt auch mehr weiblichen Führungsstil einführen.

[00:44:06.640] – Dr.med. Ursula Davatz
Männer lernen im Militär zu führen und das ist natürlich ein sehr ein einseitiger Führungsstil.

[00:44:11.890] – Bemerkung 3
Sehr hierarchisch.

[00:44:11.890] – Dr.med. Ursula Davatz
Es braucht einfach mehr Frauen, die das ein wenig auf sich nehmen.

[00:44:20.510] – Bemerkung 3
Frauen müssen hier eine Pionierrolle einnehmen.

[00:44:23.330] – Bemerkung 4
Mit hat sehr gut gefallen, dass Bundesrat Ignazio Cassis gesagt hat, es wäre gut, wenn jetzt zwei Frauen
in den Bundesrat kommen. Es braucht einfach Frauen dabei, die anders reagieren, etwas anderes
anschauen.

[00:44:40.480] – Bemerkung 4
Er wünscht sich, dass jetzt zwei Frauen kommen.

[00:44:47.580] – Bemerkung 4
Mal schauen, ob der National- und Ständerat das auch so sehen. Schön wäre es.

[00:44:51.260] – Dr.med. Ursula Davatz
So wie es aussieht, steht niemand in der Pipeline?

[00:44:51.540] – Bemerkung 4
Doch die Karin Keller-Sutter schon. Vielleicht noch jemand von der CVP.

[00:44:51.690] – Bemerkung 4
Das wäre schön, ich glaube die Unterstützung wäre da. Es muss sich einfach auch jemand zur Verfügung
stellen.

[00:45:20.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist so. Viele Frauen sagen eben: Für was? Das will ich nicht, das ist zu mühsam, das ist zu viel, ist zu
anstrengend.

[00:45:31.080] – Dr.med. Ursula Davatz
Dann kommen die Männer halt wieder.

[00:45:33.290] – Bemerkung 5
Zu mühsam und zu anstrengend; die Frau hat nach wie vor wie sie das vorher ganz schön geschildert
haben, immer doppelt und dreifache Belastung.

[00:45:44.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist schon so.

[00:45:45.550] – Bemerkung 5
Meistens ist im Alter von 30, 35 halt doch auch noch die Familie im Auge.

[00:45:51.810] – Bemerkung 5
Dann muss man halt sich entscheiden will man das oder das, weil beides ist in diesen oberen Etagen fast
nicht mehr machbar.

[00:45:58.260] – Dr.med. Ursula Davatz
Das stimmt.

[00:45:58.500] – Bemerkung 5
Doris Leuthard hat keine Familie zum Beispiel. Da könnte man viele aufzählen. Dem muss man sich auf
bewusst sein.

[00:46:01.790] – Bemerkung 6

Das absolute patriarchale Gesellschaftssystem.

[00:46:01.990] – Dr.med. Ursula Davatz
Man redet zwar immer von der familienfreundlichen Politik und das wird auf die Wahlkampagne
geschrieben, aber in der Umsetzung ist es nicht ganz so.

[00:46:33.100] – Bemerkung 7
Wir sind noch nicht so weit. Die Männer, welche jetzt ihre Babys herumtragen, das ist vielleicht so in 50,
60 Jahren bis etwas heran wachsen würde. Die Gesellschaft ist noch zu jung dafür.

[00:46:43.450] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir sind noch nicht so weit. Wir müssen uns auf politischer Ebene noch mehr für die gesunde Familie,
das gesunde Aufwachsen und so weiter einsetzen.

[00:46:54.570] – Dr.med. Ursula Davatz
Jetzt geht es immer nur um die Wirtschaft, die Kennzahlen und so weiter.

[00:46:58.340] – Bemerkung 8
Im gleichen Sinne weiss ich jetzt von den eigenen Töchtern, es gibt heutzutage viele Firmen, welche
darauf Rücksicht nehmen und das auch versuchen zu berücksichtigen und das Fördern. Es ist einfach
noch zu wenig.

[00:47:10.710] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt langsam Firmen, welche diesen Trend einschlagen.

[00:47:16.930] – Bemerkung 8
Eine Kita in der Firma, welche das stark unterstützen.

[00:47:18.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Jetzt müssen noch einen Mann hören, wir sind ja im Lions Club.

[00:47:19.720] – Bemerkung 9
Wir sind immer noch im Patriarchat und wir fühlen uns wohl.

[00:47:38.520] – Bemerkung 10
Ich habe folgendes Bild zum erzählen. An einer Arbeitsstelle von mir sind wir ein Team gewesen. Es gab
auch immer ein bisschen Unruhe, wenn wir Frauen emotional etwas mehr gefordert haben.

[00:48:02.190] – Bemerkung 10
Dann ist der Kollege einmal am morgen gekommen und hat gesagt, er habe von mir geträumt. Ich habe
ihn gefragt, was er geträumt hat.

[00:48:09.010] – Bemerkung 10
Seine Antwort: wir sind in einer Gärtnerei gewesen, er hat pikiert und ich bin immer wieder ein Feuer
machen gegangen.

[00:48:23.760] – Dr.med. Ursula Davatz
Ein sehr schöner Traum.

[00:48:26.930] – Bemerkung 10
Ich habe die Kinder aufgezogen bei uns. Ich war zu Hause, weil ich zu Hause arbeiten konnte. Als die
Kinder in die Schule gekommen sind, wurden sie gefragt: habt ihr keine Mutter? Ich habe gar nicht
existiert. Die Rolle, dass der Mann zu Hause ist, neben dem Beruf, das hat nicht existiert. Es hat auch im
System nicht existiert. Meine Kinder mussten eine Zeichnung machen und dort war die Mutter nicht zu
Hause, die Mutter war am arbeiten.

[00:48:50.340] – Bemerkung 10
Der Mann hat keine Funktion gehabt in dieser gesellschaftlichen Struktur. Heute hat sich das total
geändert, das sieht man.

[00:49:50.650] – Bemerkung 10
Das ist so weit gegangen, als ich mit den Kindern auf einen Spielplatz gegangen bin und mit einer
anderen Mutter gesprochen habe, hatten wir nach fünf Minuten nichts mehr zu sprechen miteinander.

[00:50:00.110] – Bemerkung 10
Die gleiche Frau war nachher mit einer anderen Frau für drei Stunden am schwatzen, hat aber nicht mit
den Kindern gespielt, wie ich. Frauen sind beschäftig mit einer anderen Frau, aber sie spielen nicht mit
dem Kind. Wenn ich Männer auf dem Spielplatz sehen, dann spielen die eher mit dem Kind.

[00:50:26.820] – Bemerkung 10
Hier sieht man wie tief das immer noch drinnen sitzt im Fleisch der Gesellschaft. Man sagt der Frau,
mach noch diese Ausbildung und jene Ausbildung.

[00:50:36.400] – Bemerkung 10
Wenn es dann wirklich in die Situation hinein geht, dann ist es oft wieder eine ganz traditionelle Funktion.

[00:50:44.610] – Bemerkung 10
Es ändert sich, man sieht das, die Frauen machen mit.

[00:50:45.730] – Bemerkung 10
Die Frauen kriegen heute auch mehr Funktionen zum machen.

[00:50:50.740] – Bemerkung 10
Früher haben die Frauen auch keinen Platz gemacht und sie hatte auch nichts anderes zu tun. Die
Frauen hatten keinen Beruf, sie waren einfach zu Hause und waren Mutter.

[00:50:50.910] – Bemerkung 10
Heute haben die Frauen einen Beruf, sie haben eine Position.

[00:51:06.780] – Bemerkung 10
Wenn der Vater zu Hause war, wurde es damals in den 1980er Jahren von der Lehrerin so interpretiert,
dass zu Hause keine Mutter existiert.

[00:51:22.890] – Bemerkung 11
Es ändern sich sehr viele Dinge und trotzdem ist gerade bei uns auf dem Land alles noch sehr
traditionell. Dafür gibt es viele Gründe.

[00:51:32.260] – Bemerkung 11
Man fragt die Frau: arbeitest Du denn auch etwas ausser Mutter zu sein? Das ist grundsätzlich ganz
falsche Einstellungen.

[00:51:32.460] – Bemerkung 11
Gerade im schulischen Bereich. Das sind Strukturen, wo Frauen nicht arbeiten gehen können, wenn das
Kind um 09.15 Uhr in der Schule sein muss und um 11.15 Uhr wieder zu Hause sein muss.

[00:51:32.570] – Bemerkung 11
Solche Strukturen erschweren der Frau das Arbeiten sehr. Das funktioniert gar nicht. Das ist auch für die
Wirtschaft nicht tragbar.

[00:52:08.510] – Bemerkung 11
Wenn wir sagen, ja die Kinder sind von 8 bis um 12 Uhr in der Schule, dann kann man 50% arbeiten als
Frau. Dann kann eine Mutter auch arbeiten gehen. Ob sie dann will oder nicht, ist nochmals eine andere
Frage. Hier gibt es noch einen sehr langen Weg.

[00:52:12.720] – Bemerkung 11
Im Unterland, wo es eigene Kitas gibt im Unternehmen ok. Aber sonst sind wir noch sehr weit entfernt.

[00:52:48.300] – Bemerkung 11
Für die Frau, welche eine Karriere haben will, stellt sich dann nur noch die Frage: Keine Kinder?

[00:52:48.410] – Bemerkung 11
Die Männer werden das nicht gefragt. Hier gibt es noch sehr viel zu tun.

[00:52:48.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Ja, das stimmt.

[00:53:16.140] – Bemerkung 12
Die Gesellschaft ist eindeutig im Wandel. Unsere ältere Tochter ist jetzt fast 35 Jahre alt, sie hat drei
Kinder, eine flotten Mann.

[00:53:38.960] – Bemerkung 12
Beide sind arbeitstätig. Das funktioniert in der Gesellschaft, das funktioniert in der Arbeitsaufteilung. Das
ist mal schon wesentlich eine andere Entwicklung wie wir sie erlebt haben.

[00:53:53.090] – Bemerkung 12
Wie die Kinder heute funktionieren, wie die Familien heute funktionieren, das ist neu, das ist in dem Sinn
nicht spektakulär, aber das funktioniert.

[00:54:06.010] – Bemerkung 12
Der ältere Sohn ist 35 Jahre alt, hat zwei Kinder und eine Frau. Beide sind sehr engagiert, haben
anspruchsvolle Jobs. Sie bringen es fertig ihre Kinder zu erziehen. Das wäre früher nicht möglich
gewesen.

[00:54:31.100] – Bemerkung 12
Sie haben Modelle von Tagesstätten. Sie haben Modelle von Kindergarten mit Tagesstätten. Das sind
Institutionen, welche sich verändern.

[00:54:43.740] – Bemerkung 12
Der Jüngste ist 30 Jahre alt. Beide sind berufstätig, sehr berufstätig. Sie suchen gemeinsam den besten
Weg für das Kind.

[00:54:52.010] – Bemerkung 12

Das ist ein Prozess, der heutzutage ganz natürlich abläuft.

[00:55:08.810] – Bemerkung 12
Es ist ein Suchen nach einer neuen Form.

[00:55:28.240] – Bemerkung 12
Je nachdem was man für Berufe hat, ist das schwierig. Man kann nicht einfach Kompromisse machen.
Wenn man das zusammen macht, wie die drei Beispiele, die ich jetzt vor Augen habe, dann sehe ich da
auch Fragezeichen.

[00:55:38.180] – Bemerkung 12
Den Kindern geht es gut. Das gibt mir Hoffnung, dass wir gesellschaftlich bestehen werden, nach der
Krise in den letzten 2000 Jahren.

[00:56:00.250] – Bemerkung 12
Wir müssen ausgeglichen Formen in der Gesellschaft finden.

[00:56:14.440] – Dr.med. Ursula Davatz
Danke für diesen schönen, positiven Beitrag! Das sind Modelle, die funktionieren.

[00:56:24.190] – Dr.med. Ursula Davatz
Mein Wunsch ist, dass das Denken wo da in dieser Kleinfamilie funktioniert, dass das noch etwas weiter
hochkommt. Dort ist wahrscheinlich noch ein längerer Weg.

[00:56:36.720] – Bemerkung 13
Eine Bemerkung noch zur Bemerkung von Ignazio Cassis.

[00:56:47.910] – Bemerkung 13
Als wir jung waren, wären zwei Dinge undenkbar gewesen in der nationalen Politik.

[00:56:49.350] – Bemerkung 13
Ich hätte mir nie vorstellen können, dass so viele Männer wie jetzt dieses Mal auf eine
Bundesratskandidatur verzichten, mit dem Argument Familie.

[00:57:03.220] – Bemerkung 13
Das Zweite, das nationale Parlament, das ernsthaft über einen Vaterschaftsurlaub diskutiert.

[00:57:09.850] – Bemerkung 13
Ich hätte so etwas nie für möglich gehalten.

[00:57:12.940] – Bemerkung 13
Es geht langsam, aber es bewegt sich doch immer etwas.

[00:57:20.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Sehr schön.

[00:57:23.280] – Bemerkung 14
So wie ich aufgewachsen bin, habe ich überhaupt nicht das Gefühl gehabt, früher haben nur die Männer
alles gemacht und die Frauen nicht.

[00:57:40.500] – Bemerkung 14
Ich hatte das Gefühl, dass in unserer Familie, als Landwirte, die Machtverteilung sehr gut verteilt
gewesen ist.

[00:57:48.620] – Bemerkung 14
Meine Mama hat gesagt: so jetzt geht es los. Dann hat der Papa gesagt: wohin?

[00:57:54.940] – Bemerkung 14
Ich habe beide Eltern als sehr stark empfunden und ich habe nicht das Gefühl gehabt, mein Papa hat
meine Mama dominiert oder umgekehrt.

[00:58:11.560] – Bemerkung 14
Von dem her will ich jetzt nicht sagen, in der früheren Gesellschaft haben die Frauen überhaupt keine
Macht gehabt. Sie haben einfach ihre Macht anders ausgespielt. In unseren südlichen Gegenden
sowieso.

[00:58:23.990] – Bemerkung 14
Die Grossmutter hatte eine sehr grosse Macht in der Familie. In Italien natürlich auch.

[00:58:29.680] – Bemerkung 14
Wollen wir warten bis wir so alt sind, damit wir die Macht erhalten?

[00:58:41.560] – Bemerkung 14
Die Frauen haben ganz locker gesagt, ich komme in dieser Stellung und die haben sich auch auf das
vorbereitet

[00:58:50.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich denke, in der Bauernfamilie ist das schon lange so gewesen, dass Mann und Frau relativ
gleichwertige Stellung gehabt haben. Das ist gar nicht anders gegangen.

[00:58:59.600] – Dr.med. Ursula Davatz
Erst mit der Industrialisierung hat dann das gewechselt.

[00:59:03.260] – Dr.med. Ursula Davatz
Das "Wohin" ist natürlich immer noch zielgebend.

[00:59:03.660] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich bin nicht in einer Bauernfamilie aufgewachsen. Die Bauern sind da schon weit voran gewesen.

[00:59:33.740] – Bemerkung 14
Als Kind war uns das "Wohin" immer egal. Wenn es losging, dann war es schlimmer.

[00:59:33.950] – Dr.med. Ursula Davatz
Ja, dann musste man helfen.

[00:59:39.890] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist eine sehr positive Meldung und so können wir auch davon ausgehen, dass es weiterhin in eine
gute Richtung geht.

[01:00:10.650] – Bemerkung 15
Ich wünsche mir, dass es mehr Bauern gibt.

[01:00:11.260] – Dr.med. Ursula Davatz
Ja, der Bauer muss auch pflegen, schauen, dass es überlebt. Der Bauer kann nicht nur wettkämpfen.