Die Rolle der Grosseltern in der Erziehung

Dr.med. Ursula Davatz sieht Grosseltern als wichtigen Teil des „Care Systems“, welches das traditionelle Familienbild erweitert und alle Personen miteinbezieht, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes haben können. Sie betont, dass jede Familie einzigartig ist und es kein „normales“ System gibt.

Bedeutung der Grosseltern:

  • Wertvolle Ressource: Grosseltern können praktische Unterstützung bei der Kinderbetreuung leisten, was besonders in der Schweiz, wo Kitas teuer sind, von Bedeutung ist.
  • Träger der sozialen Vererbung: Sie geben Werte, Traditionen und Erziehungsmuster an die nachfolgenden Generationen weiter, was sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann.
  • Potenzielle Konfliktquelle: Unterschiedliche Wertvorstellungen und Erziehungsstile zwischen Eltern und Grosseltern können zu Konflikten und Spannungen führen, die sich negativ auf das Kind auswirken können.
  • Emotionale Stütze: Grosseltern können eine wichtige emotionale Stütze für ihre Kinder und Enkelkinder sein.

Herausforderungen im Umgang mit Grosseltern:

  • Ablösungsproblematik: Wenn Eltern nicht ausreichend von ihren eigenen Eltern abgelöst sind, kann dies zu Kompetenzstreitigkeiten und ungesunden Abhängigkeitsverhältnissen führen.
  • Unterschiedliche Erziehungsstile: Die „moderne“ Erziehungsphilosophie, die auf Anleiten, Leiten und Begleiten basiert, kann im Widerspruch zu den traditionellen Erziehungspraktiken der Grosseltern stehen.
  • Ungeklärte Erwartungen: Unausgesprochene Erwartungen und unausgehandelte Rollenverteilungen können zu Enttäuschungen und Konflikten auf beiden Seiten führen.
  • Schuldgefühle und negative Vibes: Wenn Grosseltern unverarbeitete Konflikte oder Schuldgefühle aus ihrer eigenen Elternschaft mitbringen, können diese sich negativ auf die Beziehung zu den Enkeln auswirken.

Empfehlungen für die Familienarbeit:

  • Grosseltern einbeziehen: Davatz ermutigt Fachkräfte, aktiv auf die Grosseltern zuzugehen, um sie in den Prozess der Familienarbeit miteinzubeziehen.
  • Verständnis für die Grosseltern entwickeln: Es ist wichtig, die Perspektive der Grosseltern zu verstehen und ihre Ängste und Sorgen ernst zu nehmen.
  • Verhandeln und vermitteln: Fachkräfte sollten als neutrale Vermittler zwischen Eltern und Grosseltern fungieren und ihnen helfen, gemeinsame Lösungen zu finden, die dem Wohl des Kindes dienen.
  • Rollen klären und Erwartungen abgleichen: Klare Absprachen und eine offene Kommunikation über die Erwartungen an die jeweilige Rolle sind wichtig, um Enttäuschungen und Konflikte zu vermeiden.
  • Wertschätzung und Validierung: Alle Beteiligten, Eltern, Grosseltern und Kinder, sollten in ihren Bedürfnissen und Emotionen wertgeschätzt und ernst genommen werden.

Zusammenfassung:

Dr.med. Ursula Davatz betont die potenziell positive Rolle von Grosseltern im „Care System“, weist aber gleichzeitig auf die Herausforderungen hin, die sich aus unterschiedlichen Erziehungsstilen und ungeklärten Erwartungen ergeben können. Fachkräfte in der Familienarbeit sollten daher aktiv auf die Grosseltern zugehen, um Verständnis zu schaffen, Konflikte zu bearbeiten und eine positive Zusammenarbeit im Sinne des Kindes zu ermöglichen.

https://ganglion.ch/pdf/Grosseltern_11.9.2024.m4a.pdf

Einflüsse auf die Erziehung eines Kindes

Die Erziehung eines Kindes wird durch eine Vielzahl von Einflüssen geprägt. Dr. Ursula Davatz beleuchtet in ihrem Vortrag „Die Rolle der Grosseltern in der aufsuchenden Familienarbeit“ die komplexen Dynamiken, die innerhalb eines Familiensystems wirken und die Entwicklung eines Kindes formen.

1. Soziale Vererbung:

  • Dr. Davatz betont die Bedeutung der sozialen Vererbung, die sie als wichtiger erachtet als die genetische Vererbung.
  • Sie beschreibt sie als die Weitergabe von Kultur, Wertvorstellungen, Glaubenssätzen und Verhaltensmustern über Generationen hinweg.
  • Die Wertvorstellungen und Erziehungsstile der Eltern und Grosseltern prägen das Kind massgeblich.
  • Diese Einflüsse können positiv sein, wenn sie Geborgenheit und Sicherheit vermitteln, aber auch negativ, wenn sie zu Konflikten und ungesunden Dynamiken führen.

2. Familiensystem und Ablösung:

  • Jedes Familienmitglied hat einen Einfluss auf die Erziehung des Kindes, insbesondere die Eltern und Grosseltern.
  • Dr. Davatz hebt die Wichtigkeit der Ablösung der Eltern von ihrer eigenen Herkunftsfamilie hervor.
  • Ungelöste Konflikte und Abhängigkeiten können auf das Kind übertragen werden und dessen Entwicklung beeinträchtigen.
  • Die unterschiedlichen Erziehungsstile von Eltern und Grosseltern können zu Konflikten und Verunsicherung beim Kind führen.

3. Einfluss der Grosseltern:

  • Grosseltern spielen eine bedeutende Rolle im Familiensystem und können die Erziehung des Kindes massgeblich beeinflussen.
  • Ihre Wertvorstellungen, Erziehungserfahrungen und Beziehung zu den Eltern prägen das Kind.
  • Sie können eine wertvolle Unterstützung sein, aber auch zu Konflikten führen, wenn ihre Vorstellungen von denen der Eltern abweichen.
  • Dr. Davatz ermutigt dazu, die Grosseltern in die Familienarbeit einzubeziehen, um ihre Perspektive zu verstehen und Konflikte zu lösen.

4. Gesellschaftliche Einflüsse:

  • Neben der Familie prägen auch gesellschaftliche Einflüsse die Erziehung eines Kindes.
  • Dazu gehören kulturelle Normen, Medien, Internet und der Einfluss von Peers.
  • Diese Einflüsse können mit den Wertvorstellungen der Familie kollidieren und zu Konflikten führen.

5. Bedeutung der Kommunikation und des Verstehens:

  • Offene Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist entscheidend, um Konflikte zu lösen und ein positives Umfeld für das Kind zu schaffen.
  • Dr. Davatz plädiert für eine wertschätzende Haltung gegenüber allen Familienmitgliedern und ihren Erfahrungen.
  • Verständnis für die Familiengeschichte und die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen ist wichtig, um die Dynamik des Familiensystems zu begreifen und angemessene Unterstützung zu bieten.

Zusammenfassung:

Die Erziehung eines Kindes wird von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Einflüsse geprägt. Neben der sozialen Vererbung spielen die Dynamiken innerhalb des Familiensystems, der Einfluss der Grosseltern, gesellschaftliche Normen und die Qualität der Kommunikation eine entscheidende Rolle. Die Berücksichtigung all dieser Faktoren ist wichtig, um ein förderliches Umfeld für die Entwicklung des Kindes zu schaffen.

https://ganglion.ch/pdf/Grosseltern_11.9.2024.m4a.pdf

Die zentrale Botschaft für den Umgang mit ADHS/ADSlern in der Erziehung

Dr.med. Ursula Davatz vermittelt in ihrem Vortrag eine klare Botschaft für den Umgang mit ADHS/ADSlern in der Erziehung: Anstatt ADHS/ADS als Krankheit zu betrachten und zu versuchen, die Kinder anzupassen, sollten Eltern und Erzieher ein Umfeld schaffen, das ihre individuellen Bedürfnisse und Stärken berücksichtigt und ihnen ermöglicht, ihr volles Potential zu entfalten.

Akzeptanz und Wohlwollen:

  • ADHS/ADS ist kein Defizit, sondern eine Neurodiversität: Dr. Davatz betont, dass ADHS/ADS keine Krankheit ist, sondern eine andere Art des Gehirns, die mit besonderen Stärken und Herausforderungen einhergeht.
  • Fokus auf die Stärken statt auf die Schwächen: Anstatt die Kinder für ihre Schwierigkeiten zu kritisieren und zu versuchen, sie zu „normalisieren“, sollten Eltern und Erzieher ihre Kreativität, ihren Ideenreichtum und ihre Energie fördern.
  • Intrinsische Motivation statt Zwang: ADHS/ADS-Kinder lernen und entwickeln sich am besten, wenn sie intrinsisch motiviert sind. Zwang und Druck führen nur zu Widerstand und blockieren die Entwicklung.

Verständnis und Anpassung des Umfelds:

  • Das Schulsystem muss sich ändern: Dr.med. Ursula Davatz kritisiert, dass das Schulsystem nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von ADHS/ADS-Kindern vorbereitet ist. Sie fordert eine bessere Ausbildung von Lehrern und eine Anpassung der Lehrmethoden.
  • Klare Strukturen und Grenzen: ADHS/ADS-Kinder brauchen klare Strukturen und Grenzen, aber diese sollten nicht rigide und einengend sein.
  • Geduld und Langsamkeit: Die Entwicklung von ADHS/ADS-Kindern braucht Zeit und Geduld. Eltern und Erzieher müssen lernen, mit den Kindern in ihrem eigenen Tempo zu gehen und sie nicht zu überfordern.

Kommunikation und Interaktion:

  • Bedürfnisorientierte Kommunikation: Eltern und Erzieher sollten lernen, die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen und auf diese einzugehen.
  • „Ich will“ statt „Du musst“: Anstatt dem Kind zu sagen, was es tun soll, sollten Eltern und Erzieher ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar formulieren.
  • Emotionale Regulation: Eltern und Erzieher müssen ihre eigenen Emotionen regulieren und ruhig bleiben, auch wenn das Kind schwierig ist.
  • Dezentrierung: Eltern und Erzieher sollten dem Kind helfen, sich in die Perspektive anderer Menschen hineinzuversetzen und die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Langfristige Perspektive:

  • Vermeidung von Folgeerkrankungen: Durch einen einfühlsamen und bedürfnisorientierten Erziehungsstil können Eltern und Erzieher dazu beitragen, dass ADHS/ADS-Kinder ihre Stärken entwickeln und psychische Probleme vermeiden.
  • Entwicklung des vollen Potentials: ADHS/ADS-Kinder haben das Potential, zu kreativen, erfolgreichen und glücklichen Erwachsenen heranzuwachsen. Die Aufgabe der Erziehung ist es, ihnen den Weg dazu zu ebnen.

Dr.med. Ursula Davatz‘ Botschaft ist klar: ADHS/ADS-Kinder sind keine Problemfälle, sondern einzigartige Persönlichkeiten mit besonderen Talenten. Wenn wir ihnen ein angepasstes Umfeld bieten und sie mit Akzeptanz und Verständnis begleiten, können wir ihnen helfen, ihr volles Potential zu entfalten und ein erfülltes Leben zu führen.

https://ganglion.ch/pdf/Hilfesuchende_ADHS_1.10.2024.m4a.pdf

Wichtigste Punkte zur Erziehung von ADHS/ADS Kindern nach Dr.med. Ursula Davatz

Dr.med. Ursula Davatz betont in ihren Ausführungen einige wichtige Punkte für die Erziehung von Kindern mit ADHS/ADS:

  • Wohlwollender Erziehungsmodus: Der Erziehungsmodus sollte wohlwollend und akzeptierend gegenüber ADHS/ADS sein und den Kindern genügend Spielraum zum Experimentieren und Herausfinden lassen. Rigide Strukturen und ein zu enger Erziehungsstil können die Energie der Kinder unterdrücken und die Entwicklung von Folgekrankheiten begünstigen.
  • Intrinsische Motivation: ADHS/ADS Kinder können nicht zu etwas gezwungen werden. Sie müssen eigenmotiviert und intrinsisch motiviert sein, um zu lernen und sich zu entwickeln. Eltern und Erzieher sollten daher versuchen, die Interessen der Kinder zu erkennen und sie bei der Entdeckung ihres eigenen Fokus zu unterstützen.
  • Klare Kommunikation: Anstatt zu sagen „du musst“ oder „du solltest“, sollten Eltern und Erzieher klar und deutlich formulieren, was sie von dem Kind erwarten. Jesper Juul empfiehlt die Formulierung „Ich will„, um die eigene Position klar zu kommunizieren.
  • Grenzen setzen: Obwohl ADHS/ADS Kinder oft Grenzen überschreiten, ist es wichtig, ihnen auch Grenzen zu setzen. Dabei ist es wichtig, konsequent und gleichzeitig verständnisvoll zu sein. Eltern und Erzieher müssen lernen, die Überschreitungen auszuhalten und gleichzeitig dem Kind klar zu machen, dass sein Verhalten nicht akzeptabel ist.
  • Dezentrierung fördern: ADHS/ADS Kinder sind oft egozentrisch und können sich nur schwer in die Perspektive anderer hineinversetzen. Eltern und Erzieher sollten ihnen helfen, die Fähigkeit zur Dezentrierung zu entwickeln, indem sie ihnen Fragen stellen wie „Kannst du dir vorstellen, wie er sich dabei fühlt?“
  • Geduld und Langsamkeit: Die Entwicklung von ADHS/ADS Kindern braucht Zeit und Geduld. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und die Kinder nicht zu überfordern.
  • Emotionale Regulation: ADHS/ADS Kinder haben oft Schwierigkeiten, mit ihren Emotionen umzugehen. Eltern und Erzieher sollten ihnen helfen, ihre Emotionen zu verstehen und zu regulieren.
  • Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung: Eltern und Erzieher sollten auf die Bedürfnisse des Kindes achten und versuchen, die Situation aus seiner Perspektive zu betrachten.
  • Positive Interaktion: Die Interaktion mit ADHS/ADS Kindern sollte positiv und wertschätzend sein. Kritik und Schuldzuweisungen sollten vermieden werden, da diese die Kinder nur verunsichern und demotivieren.

Dr. Davatz betont, dass es keine allgemeingültige Anleitung für die Erziehung von ADHS/ADS Kindern gibt. Jeder Fall ist individuell und Eltern und Erzieher müssen ihren eigenen Weg finden, um dem Kind gerecht zu werden.

https://ganglion.ch/pdf/Hilfesuchende_ADHS_1.10.2024.m4a.pdf

Anders Dynamisch Hochbegabt Sensibel

Kinder mit AD(H)S sind die Rosinen im Kuchen. Nicht sie, sondern ihr Umfeld
muss verändert werden, das legen neue wissenschaftliche Untersuchungen nahe.
Wir zeigen, wo es bereits funktioniert.

«ADS und ADHS sind keine Krankheit»
Ursula Davatz ist Psychiaterin und Familientherapeutin in Zürich und Baden. Ihr Anliegen
ist es, das erzieherische Umfeld dieser speziellen Kinder möglichst früh fachlich
kompetent zu beraten und zu unterstützen.

Anders Dynamisch Hochbegabt Sensibel

https://www.wireltern.ch/artikel/wir-eltern-magazin-mai-2019

ADHS und Schizophrenie: Wie emotionale Monsterwellen entstehen

„Emotionale Monsterwelle: Jeder Hundertste erkrankt an Schizophrenie. Die Psychiaterin Ursula Davatz erklärt, welche Rolle ADHS dabei spielen könnte und welche die Erziehung.“ NZZ am Sonntag“Lasst sie pubertieren! In der Jugend tritt Schizophrenie am häufigsten auf. Denn wen Eltern sie nicht rebellieren lassen, können ihre Kinder in eine Psychose verfallen. Die Psychiaterin Ursula Davatz setzt deshalb in der Therapie bei der ganzen Familie an.“ Schweiz am Sonntag“Eine kompetente Schau über das Wesen der Schizophrenie aus systemischer Sicht (…). Häufig, so ihre Beobachtung aus vierzig Jahren Berufstätigkeit, begünstigt ein ADHS beziehungsweise eine vererbte Vulnerabilität eine schizophrene Psychose oder eine andere psychische Krankheit;diese Hypothese von Davatz ist in der Fachwelt zwar (noch?) nicht anerkannt, aber deswegen nicht minder interessant. Therapeutisch aufschlussreich sind die Beschreibungen über die konkreten Behandlungsmöglichkeiten.“ Spuren“Mit Gewinn liest dieses Buch, wer Interesse an biographisch unterlegter Psychiatriegeschichte, Spekulationen zur Schizophreniegenese und einer Vielzahl aus systemischer Sichtweise kommentierter Fallvignetten hat.“ Schweizerische Ärztezeitung“Buchtipp“ Schweizerische Zeitschrift für HeilpädagogikDieses Buch ist zuvorderst das Dokument einer Entdeckung. Es ist das Ergebnis der während vier Jahrzehnten und aus intensiver Beobachtung gewachsenen Einsicht: Es gibt einen Zusammenhang zwischen ADHS und psychischen Erkrankungen.Ursula Davatz begleitete und begleitet als Psychiaterin viele an Schizophrenie erkrankte Menschen und im Rahmen der Systemtherapie auch deren Familienumfeld. Zahlreiche Fallbeispiele aus ihrer langjährigen Praxis werden im Buch dokumentiert. Diese Fälle bilden den Erfahrungsschatz, das eigentliche empirische Fundament für die Annahme, dass ADHS die genetisch bedingte Ursache von Schizophrenie ist. Die Autorin erweitert damit unser Verständnis psychischer Krankheiten erheblich und eröffnet neue Perspektiven für deren Prävention.Für das Phänomen einer Überfl utung des psychischen Systems, welches typischerweise bei der Schizophrenie auftritt, verwendet Davatz das einprägsame Bild der Monsterwelle. Verbunden mit einer verständlichen Sprache erreicht sie in ihren Ausführungen eine hohe Anschaulichkeit. Diese erleichtert der Leserin und dem Leser, den Betroffenen und deren Umfeld, aber auch Therapeuten und Pfl egepersonal den Zugang zu diesem belasteten und belastenden Thema.Daneben ist das Buch auch ein übersichtlich geordnetes Nachschlagewerk, das die psychologischen und familiären Konstellationen umfassend darstellt, welche eine Erkrankung begünstigen können. Und nicht zuletzt ist es ein hilfreicher Ratgeber für den Therapieprozess, dessen Chancen und Risiken die Autorin klar zu benennen vermag. «Ich bin der Meinung, dass das Buch von Ursula Davatz einen wichtigen Beitrag zur Lösung der ewigen wissenschaftlichen Rätselfrage liefert, was die schizophrene Psychose eigentlich ist und wie sie am besten zu behandeln sei.» Luc Ciompi im VorwortDie Autorin:Ursula Davatz ist Psychiaterin und Familientherapeutin. Sie hat in den USA Systemtherapie gelernt und in den letzten 35 Jahren weiterentwickelt. Sie war 20 Jahre lang Leitende Ärztin des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Kanton Aargau und hat dort den VASK (Verein der Ange hörigen von Schizophreniekranken) gegründet. Als Ausbildnerin leitet Ursula Davatz systemisch orientierte Supervisionen im Gesundheitsbereich und in Schulen. Eines ihrer Anliegen ist die Prävention.

Kindle Version bei Amazon.com: ADHS und Schizophrenie: Wie emotionale Monsterwellen entstehen